Interview mit Moonwalker Charlie Duke im Technik Museum Speyer

Moonwalker Charlie Duke besucht am 15. Oktober 2021 ein weiteres Mal die Raumfahrtausstellung »Apollo and Beyond« im Technik Museum Speyer.

NASA-Astronaut Charlie Duke war Pilot der Mondfähre von Apollo 16 und der 10. von 12 Menschen die bis heute den Mond betreten haben. Die fünfte Mondlandung fand im April 1972 zum Descartes Hochland statt. Charlie Duke war damals 36 Jahre und ist bis heute der jüngste Mensch, der den Mond betrat. Charlie Duke und sein Kommandant John Young waren knapp drei Tage auf der Mondoberfläche und davon 20 Stunden und 14 Minuten außerhalb der Mondfähre »Orion«. Bei drei Exkursionen wurde mit dem Lunar Rover eine Strecke von 26,7 Kilometern zurückgelegt und 94,3 Kilogramm an Mondgestein und Mondproben von John Young und Charlie Duke eingesammelt.

Astronaut Charlie Duke, mit dem der Autor seit 30 Jahren befreundet ist, hat eine enge Verbindung zu den Technik Museen Sinsheim und Speyer. Im Oktober 2008 eröffnete er als Ehrengast, zusammen mit Museumspräsident Hermann Layher und Ausstellungsleiter Gerhard Daum, Europas größte Ausstellung zur bemannten Raumfahrt »Apollo and Beyond«. Seitdem war er schon mehrmals in unseren Museen, hielt Vorträge, gab Fernsehinterviews oder brachte Ausstellungsstücke mit.

Im Oktober 2021 besuchte Charlie Duke wieder das Technik Museum Speyer. Anlass war ein längeres Interview bezüglich seiner Rolle als Apollo 11 Capcom für eine große Fernsehreportage. Im Ausstellungsbereich »Der Mond«, einer nachgebildeten Mondlandschaft, nahm er im Lunar Rover Platz und gab uns ein exklusives Interview zur Ausstellung »Apollo and Beyond«.

Autor: Gerhard Daum

Apollo and Beyond: “Deutsche Astronauten”

Neuer Ausstellungsbereich “Deutsche Astronauten” in Europas größter Ausstellung für bemannte Raumfahrt “Apollo and Beyond”

Im April 1961 flog der erste Mensch, der Kosmonaut Juri Gagarin, in den Weltraum. 17 Jahre später begann im August 1978 für Deutschland das Zeitalter der bemannten Raumfahrt – eine neue Ära war geboren. Bis heute flogen elf deutsche Astronauten mit der amerikanischen Raumfähre und dem russischen Sojus Raumschiff ins All. Während der insgesamt 15 Missionen wurden mehrere hundert wissenschaftliche Experimente durchgeführt und damit faszinierende Erkenntnisse erzielt.

Das Technik MUSEUM SPEYER widmet nun in Europas größter Ausstellung für bemannte Raumfahrt „Apollo and Beyond“ den deutschen Raumfahrtpionieren mit dem neuen Bereich „Deutsche Astronauten“ ab dem 25. Oktober 2015 eine Ausstellung, die in Deutschland seinesgleichen sucht und würdigt damit die Leistung dieser elf Männer. Der neue Ausstellungsbereich umfasst 194 Exponate. Darunter befinden sich unter anderem Exponate beispielsweise aus dem Training, den Missionen und verschiedene Auszeichnungen. Ausführliche Informationstafeln und Exponats-Beschreibungen zu den Astronauten und den Missionen runden die Ausstellung ab.

Bei der offiziellen Eröffnung am 24. Oktober 2015 waren die Astronauten Ulf Merbold, Ernst Messerschmid, Hans Schlegel, Ulrich Walter, Gerhard Thiele, Reinhold Ewald und Gisela Furrer, Schwester von Reinhard Furrer, sowie der ESA Generaldirektor Prof. Johann-Dietrich Wörner zu Gast um gemeinsam mit Museumspräsident Hermann Layher und dem Initiator und Ausstellungsleiter Gerhard Daum die Ausstellung zu eröffnen.

Die deutschen Astronauten zeigten sich von ihrer fröhlichen, fast schon ausgelassenen Seite. Sie plauderten während des Presserundgangs und der späteren Talkrunde von ihren Erlebnissen.

Zum eingespielten Countdown und dem donnernden Start des US-amerikanischen Space-Shuttles “Atlantis” zertrennen die Männer dann ein schwarz-rot-goldenes Band und geben die Ausstellung frei. Auf einer Sonderfläche der Raumfahrthalle zeigen Vitrinen persönliche Gegenstände der deutschen Raumfahrer. Fliegerhelme und Druckanzüge etwa, aber auch farbenprächtige Trachten, die in der kasachischen Steppe den Rückkehrern traditionell angelegt werden.