50 Jahre Mondlandung: Meilenstein der Geschichte feiert Jubiläum

Moonwalker Charlie Duke sowie die deutschen Astronauten Ernst Messerschmid und Matthias Maurer am 29. und 30. Mai im Technik Museum Speyer

Speyer. Das Jahr 2019 steht ganz im Zeichen der ersten Mondlandung. Vor einem halben Jahrhundert betraten die ersten Menschen den Mond. Die Raumfahrt Mission Apollo 11 mit Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins prägte Generationen und veränderte die Welt. Legende, Mythos und Realität – bis heute ist die erste Mondlan-dung Bestandteil vieler Reportagen und Theorien, aber auch Inspirationsquelle für Wissenschaftler und Fantasten.

Zum 50. Jubiläum der ersten Mondlandung finden weltweit Feierlichkeiten statt. Auch das Technik Museum Speyer feiert mit und widmet dem denkwürdigen Ereignis am Donnerstag, 30. Mai 2019 eine Veranstaltung mit Apollo 11 Capcom / Apollo 16 Moon-walker Charlie Duke und dem neu ins ESA-Astronautenteam berufenen Matthias Maurer. Beide Raumfahrer halten Vorträge und beantworten Fragen der Besucher. Der Vortrag von Charlie Duke findet in englischer Sprache statt, der Vortrag von Matthias Maurer wird in deutscher Sprache sein. Die Veranstaltung beginnt um 14.00 Uhr und wird in der Raumfahrthalle des Museums ausgerichtet. Die Vorträge sind im regulären Eintrittspreis inbegriffen und es stehen begrenzt Sitzplätze zur Verfügung (freie Platz-wahl). Durch den engen Zeitplan sind Autogramm- und Fotomöglichkeiten mit den Ehrengästen nicht vorgesehen. Weitere Informationen gibt es unter www.technik-museum.de.

Etwa 600 Millionen Fernsehzuschauer verfolgten am 21. Juli 1969 um 3:56 Uhr MEZ das wohl bis dahin bedeutendste Ereignis der Menschheit. Die Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin betraten als erste Menschen den Mond und wurden über Nacht zu Helden einer ganzen Generation. Die Geschichte der bemannten Raumfahrt, von der ersten Mondlandung bis zur ISS, ist auch in Rheinland-Pfalz ein großes Thema. Das Technik Museum Speyer zeigt seit 2008 in einer eigens dafür gebauten Halle Eu-ropas größte Raumfahrtausstellung „Apollo and Beyond“. Zu den über 600 Ausstel-lungsstücken gehören unter anderem das sowjetische Space Shuttle BURAN OK-GLI, die original Sojus TM-19 Kapsel und eine Mondlandschaft samt Mondfähre, Rauman-zügen und einem Original Mondstein. Besonders stolz ist man auf die zahlreichen Besuche von Astronauten und Kosmonauten. Über 50 Raumfahrer besichtigten bisher die Ausstellung und hielten Vorträge, darunter „Astro Alex“ Alexander Gerst, die Apollo 11 Legende Buzz Aldrin sowie die Moonwalker Alan Bean, Charlie Duke und Gene Cernan.

Wissenschaftssymposium:
Am 29. Mai 2019, veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) mit Unterstützung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Technik Museum Speyer ein anmeldepflichtiges Jubiläumssymposium für Fachpub-likum. Die Teilnehmer erwartet ein volles Programm mit spannenden Vorträgen und Diskussionen. Auch an diesem Tag ist Charlie Duke der Ehrengast. Er eröffnet das Symposium mit einem Vortrag zur ersten Mondlandung sowie seiner Apollo 16 Mission zum Descartes Hochland und nimmt an der Podiumsdiskussion zum Thema „Why Human Exploration of the Moon?“ teil. Der deutsche Astronaut Ernst Messerschmid wird einen Vortrag zum Mond als Sprungbrett für die Erforschung unseres Sonnen-systems halten. Weitere Astronauten sind angefragt. Die Teilnahmegebühr für den Tag (inkl. Verpflegung) beträgt 60,00 Euro. Schüler und Studierende zahlen 15,00 Euro. Die Veranstaltung wird in englischer Sprache gehalten. Aktuelle Informationen zum Prog-ramm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter www.50-jahre-mondlan-dung.de.

Ausstellungsbereich „Der Mond“:
Die Mondausstellung in der Raumfahrthalle des Technik Museum Speyer könnte aus einem Kinofilm stammen. Auf einer nachgebildeten Mondoberfläche werden die erste und letzte Mondlandung dargestellt. Zu sehen sind Mockups der Apollo 11 Mondfähre „Eagle“, das Mondauto Lunar Roving Vehicle sowie Raumanzüge, wie sie von Gene Cernan (Apollo 17) und Jack Schmitt (Apollo 17) getragen wurden. Mit der Darstellung unseres Heimatplaneten Erde im Hintergrund wirkt die Szene schon nahezu real. Das kleinste aber dennoch älteste Ausstellungsstück der Szene ist ein Original Mondstein. Dieser wurde am 1. August 1971 von den Astronauten Dave Scott und Jim Irwin (Apollo 15) von einem Basalt-Felsblock im Hadley-Apenninen Landegebiet abgeschlagen. Über 40 Jahre nachdem der Stein zur Erde kam und in einem Forschungslabor der NASA in Houston aufbewahrt wurde, fand er als Dauerleihgabe in Speyer ein neues Zuhause. Zum Ausstellungsbereich zählen unter anderem auch Bilder und Panoramen des Erd-trabanten mit eingezeichneten Landeplätzen und Fahrspuren, detaillierte Infotafeln zum Apollo Programm sowie Original Ausstellungsstücke unterschiedlicher Raumfahrer.

Moonwalker:
Apollo 11: Neil A. Armstrong († 2012) & Buzz Aldrin
Apollo 12: Charles „Pete“ Conrad († 1999) & Alan L. Bean († 2018)
Apollo 14: Alan B. Shepard († 1998) & Edgar D. Mitchell († 2016)
Apollo 15: David R. Scott & James B. Irwin († 19
Apollo 16: John W. Young († 2018) & Charles M. Duke
Apollo 17: Eugene A. „Gene“ Cernan († 2017) & Harrison H. „Jack“ Schmitt

THE MOON: From Inner Worlds to Outer Space

Ausstellung im Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk, Dänemark vom 13. September 2018 bis 20. Januar 2019 mit einem Exponat von Space Consult

275.000 Besucher haben sich in vier Monaten die Ausstellung angesehen

Von der Malerei bis zur virtuellen Realität, vom Aberglauben bis zur Wissenschaft, von Mythen bis zu Missionen, von Fantasien bis zu Weltraumkolonien, begleitete das Louisiana die Besucher auf eine Reise zum Mond – ins All und in uns selbst. ARTnews hat THE MOON als die faszinierendste Show der Saison bezeichnet.
Diese groß angelegte Ausstellung im Louisiana zeigte die Rolle, die Bedeutung und die faszinierende Kraft des Mondes. Die Ausstellung präsentierte mehr als 200 Werke und Objekte – und zeigte, wie sich die runde weiße Scheibe in unserer Kunst- und Kultur-geschichte widerspiegelt. Von Galileos Mondkarte bis zu Norman Fosters Plänen für 3D-gedruckte Mondbasen.
Die Ausstellung mischte Kunst, Film, Musik, Literatur, Architektur, Kulturgeschichte, Design und Naturwissenschaften zu einem lebendigen und vielfältigen Porträt unseres nächsten Nachbarn am Himmel. Wir begegnen dem Mond als fundamentales Symbol und als Ziel romantischer und künstlerischer Sehnsüchte, wissenschaftlicher Unter-suchungen, existentieller Fragen und des Drangs nach politischer Expansion.
Mit dieser Ausstellung erinnerte das Louisiana an den bevorstehenden 50. Jahrestag der ersten Schritte des Menschen auf dem Mond und lenkte auch die Aufmerksamkeit auf ein starkes und erneutes Interesse am Mond, sowohl an der Kunst als auch als Sprungbrett für einen neuen Wettlauf mit all seinen strategischen und wirtschaftlichen Auswirkungen.

Zu bestaunen war beispielsweise die originalgetreue Nachbildung des Raumanzuges von Neil Armstrong, Kommandant von Apollo 11 und erster Mensch, der den Mond betreten hat. Dieses Exponat aus Europas größter Ausstellung für bemannte Raumfahrt „Apollo and Beyond“ wurden von Space Consult zur Verfügung gestellt.

„Der Mond war erst der Anfang“

Vortrag mit der Raumfahrtlegende Buzz Aldrin im Technik Museum Speyer

Space Consult ist es gelungen die Raumfahrtlegende Buzz Aldrin für einen Vortrag im Technik Museum Speyer zu gewinnen. Am Samstag den 4. Oktober 2014 lädt das Technik Museum Speyer alle, die sich für die Geschichte und die Zukunft der bemannten Raumfahrt interessieren, zu einem einzigartigen Event ein. An diesem Tag wird Buzz Aldrin, der 1969 gemeinsam mit Neil Armstrong und Michael Collins die erste bemannte Mondlandung durchführte, das Museum besuchen. Nach einem Rundgang durch Europas größte Ausstellung für bemannte Raumfahrt “Apollo and Beyond”, wird er um 16 Uhr in einem Vortrag über seine Erfahrungen und Erlebnisse als Astronaut sowie über seine Visionen für die Zukunft der bemannten Raumfahrt sprechen. Anschließend steht Buzz Aldrin dem Publikum für eine Fragerunde zur Verfügung. Von den nur 12 Astronauten, die bisher den Mond betreten haben, ist Buzz Aldrin bereits der vierte, der das Museum besucht.

Etwa 600 Millionen Fernsehzuschauer erlebten 1969 die Live-Übertragung des Jahrhundert-Ereignisses, als Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen den Mond betraten. Während ihres rund 22 Stunden währenden Aufenthalts auf der Mondoberfläche sammelten die beiden Astronauten Gesteinsproben, installierten wissenschaftliche Messeinrichtungen und enthüllten eine Gedenkplakette an einem Landebein des Teils der Mondfähre, die nach dem Rückstart zum Apollo Raumschiff auf dem Mond verblieb. Nach einer Ruhepause erfolgte der problemlose Rückstart der Mondfähre Eagle zum Mutterschiff Columbia mit Michael Collins an Bord. Drei Tage später landeten die Raumfahrer sicher im Pazifik.

Auch nach seinem Abschied von der NASA im Jahr 1971 blieb Buzz Aldrin sein ganzes weiteres Leben eng mit der Raumfahrt verbunden. Er veröffentlichte mehrere Bücher, in denen er sich zum einen mit den großen Problemen auseinandersetzte, die seine plötzliche Berühmtheit mit sich brachte. Für die Mondlandung hatte er jahrelang trainiert, der Medienrummel und die Leere nach der geglückten Mission trafen ihn dagegen unvorbereitet. Wie er in seiner Autobiographie „Return to Earth“, eindrucksvoll beschreibt, war für ihn der schwerste Teil seines Lebens nicht zum Mond zu fliegen, sondern zu verarbeiten, was ihn nach der Rückkehr auf der Erde erwartete. Das zweite große Thema war und ist für Buzz Aldrin die zukünftige Entwicklung der bemannten Raumfahrt. Sein 2013 erschienenes Buch „Mission to Mars – My Vision for Space Exploration“ ist ein klares Bekenntnis zur bemannten Raumfahrt, wobei eine bemannte Mission zum Mars für ihn eine logische Fortführung dessen erscheint, was mit der ersten Mondlandung im Juli 1969 seinen Anfang genommen hat.

Am 4. Oktober 2014 besteht jetzt die einmalige Gelegenheit, nicht nur den Astronauten sondern auch den faszinierenden Menschen Buzz Aldrin persönlich kennen zu lernen. Eintrittskarten für den Vortrag sind ab dem 22. September 2014 zum Preis von 30 Euro (regulär) und 20 Euro (ermäßigt) im Technik MUSEUM SPEYER und im Onlineshop unter www.technik-museum-shop.de erhältlich. Der Vortrag findet im FORUM des Technik Museum um 16 Uhr statt und ist in englischer Sprache.

Buzz Aldrin wurde am 20. Januar 1930 in Montclair im Bundesstaat New Jersey geboren. Er ist ausgebildeter Pilot der US-Luftwaffe und war von 1963 bis 1971 NASA Astronaut. Neben Neil Armstrong ist Buzz Aldrin der bekannteste der 12 Menschen, die den Mond zwischen Juli 1969 und Dezember 1972 betreten haben. Er verbrachte bei zwei Missionen (Gemini 12 und Apollo 11) insgesamt 12 Tage, 1 Stunde und 52 Minuten im Weltraum, und 21 Stunden und 36 Minuten auf der Mondoberfläche. Gemini 12, durchgeführt im November 1966, war die letzte von 10 Gemini Missionen. Eines der Ziele war die Kopplung mit einem Zielsatelliten. Im Rahmen dieser Mission absolvierte Aldrin drei Außenbordeinsätze mit einer Gesamtdauer von 5 Stunden und 30 Minuten, was damals einen neuen Rekord darstellte. Bei der Apollo 11 Mission war Buzz Aldrin der Pilot der Mondfähre. Im Rahmen dieser Mission betraten Neil Armstrong und Buzz Aldrin am 21. Juli 1969 (MEZ) als erste Menschen den Mond. Die Aufenthaltsdauer auf dem Mond betrug 21 Stunden und 36 Minuten. Während dieser Zeit war Buzz Aldrin 2 Stunden und 19 Minuten außerhalb der Mondfähre auf der Mondoberfläche. Buzz Aldrin wurde mit zahllosen Auszeichnungen geehrt, u.a. mit der Presidential Medal of Freedom, einer der beiden höchsten zivilen Auszeichnungen der USA.

Sommerferien-Kinderprogramm 2014 – Wissen ist cool

Raumfahrtausstellung vom 23. August – 5. September 2014 in der Centralstation Darmstadt

„Wissen ist cool“ – unter diesem Motto hatte die Stadt Darmstadt in diesem Jahr wieder alle Kinder und Jugendlichen eingeladen, sich in Ausstellungen, Workshops, bei Führungen oder Forscherwerkstätten mit Naturwissenschaft und Technik spielerisch zu beschäftigen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH veranstaltete nun zum dritten Mal in Folge mit vielen Partnern vom 23. August – 6. September 2014 einen spannenden Wissenschaftsspielplatz rund um die Themen „Luft- und Raumfahrt“ in der ganzen City.

Interessante und spannende Eindrücke vom Leben und Arbeiten im Weltall und den Missionen, die auch von Darmstadt aus gesteuert werden, konnten Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene in der Hauptausstellung in der Centralstation gewinnen. Zwei Wochen lang zeigte die Raumfahrtausstellung jede Menge Wissenswertes. An den Ausstellungstagen gab es täglich einstündige Führungen für Kinder und Jugendliche, die das Leben an Bord der Raumschiffe und der Internationalen Raumstation lebendig machten.

Die Ausstellung, bereitgestellt von Space Consult, zeigte einen kleinen Ausschnitt von Europas größter Raumfahrtausstellung „Apollo and Beyond“, die im Technik Museum Speyer zu sehen ist. Die Schwerpunkte der Ausstellung waren die Anfänge der bemannten Raumfahrt mit den Wostok- und Mercury-Missionen sowie den späteren Sojus- und Space Shuttle-Missionen. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Apollo-Mondlandungen sowie die Internationale Raumstation ISS und das europäische Forschungslabor Columbus. Gezeigt wurden Exponate von den Anfängen der bemannten Raumfahrt vor mehr als 50 Jahren bis zur Internationalen Raumstation.

Zu sehen waren von den Anfängen der bemannten Raumfahrt Nachbildungen der Raumanzüge von Juri Gagarin, der mit Wostok 1 als erster Mensch einmal die Erde umrundet hat, sowie von John Glenn, der mit Mercury 6 als erster Amerikaner drei Mal um die Erde geflogen ist. Im Apollo Bereich waren originalgetreue Repliken der Raumanzüge von Neil Armstrong, der am 21. Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat sowie von Gene Cernan, der im Dezember 1972, als letzter Mensch den Mond verlassen hat, zu sehen. Erstmals wurde auch eine Nachbildung des Lunar Rovers gezeigt, der bei den Apollo 15 – 17 Mondlandungen im Einsatz war. Von den Sojus Missionen war der original geflogene sowjetische Sokol Raumanzug mit Kasbek Sitz des russischen Kosmonauten Anatoli Solowjow, den er bei seiner ersten Mission, Sojus TM-5 im Juni 1988 getragen hat, ausgestellt. Im Bereich Space Shuttle wurde eine Nachbildung des Raumanzuges, der für Außenbordeinsätze zum Einsatz kommt, gezeigt. Im Bereich der ISS gab es ein Modell des Forschungslabors Columbus sowie der Ariane 5 Rakete zu sehen. Filme mit dem Mondastronauten Alan Bean, der Space Shuttle Mission STS-134 sowie über das Leben und Arbeiten der Expedition 24/25 auf der Internationalen Raumstation rundeten die Ausstellung ab.

Apollo 15 Astronaut Alfred M. Worden besucht Europas größte Raumfahrtausstellung „Apollo and Beyond“ in Speyer

Vortrag am 14. September 2014 im Technik MUSEUM SPEYER

Al Worden wurde am 7. Februar 1932 in Jackson im Bundesstaat Michigan geboren. Er ist ausgebildeter Testpilot der US-Luftwaffe und NASA Astronaut. Als Pilot der Kom-mandokapsel (CMP) von Apollo 15 umkreiste Al Worden den Mond als seine Kollegen, Kommandant David Scott und Pilot der Mondfähre James Irwin, sich bei der vierten Mondlandung auf der Oberfläche des Erdtrabanten befanden. Worden war der erste Astronaut der einen Außenbordeinsatz im tiefen Weltraum, mehr als 300.000 Kilometer von der Erde entfernt, durchführte. Er verbrachte 12 Tage, 7 Stunden, 11 Minuten, 53 Sekunden im Weltraum und davon 6 Tage, 1 Stunde, 16 Minuten, 59 Sekunden im Mondorbit bei 74 Mondumkreisungen. Bei dieser Mondlandemission wurden unter an-derem Gesteinsproben mit zurück zur Erde gebracht. Einer dieser „Mondsteine“ und zwar ein 3,34 Milliarden Jahren alter Basalt, ist seit dem letzten Jahr in Speyer zu be-staunen. Der ausgestellte Mondstein, mit der Bezeichnung 15499,67, wurde am 1. Au-gust 1971 von den Astronauten Dave Scott und Jim Irwin, an der Station 4 der zweiten Apollo 15 Exkursion, von einem Basalt-Felsblock im Hadley-Apenninen Landegebiet, abgeschlagen und fand über 40 Jahre später seinen Weg nach Speyer.

Am Sonntag, 14. September 2014 besucht Al Worden Europas größte Raumfahrtaus-stellung „Apollo and Beyond“ im Technik MUSEUM SPEYER. Hautnah erlebt man den Astronauten bei einem exklusiven Vortrag (englisch) von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr im FORUM des Museums. Der Eintritt ist für Besucher des Technik MUSEUM SPEYER frei. Wer nur den Vortrag des Apollo 15 Astronauten besuchen möchte kann ein Ticket zu 10,00 € im Online-Shop unter www.technik-museum-shop.de oder direkt an der Kasse des Technik MUSEUM SPEYER erwerben. Teil des Vortrags ist auch eine Frage- und Antwortrunde. Hier können die Besucher ihre ganz persönliche Frage an den Apollo 15 Astronauten Al Worden stellen. Informationen zum Vortrag und Europas größter Raumfahrtausstellung „Apollo and Beyond“ gibt es unter www.technik-museum.de und www.spaceconsult.de.

“Space” ZDF-Fernsehgarten

ZDF-Fernsehgarten am 6. Juli 2014 mit dem Thema “Space” und den deutschen Astronauten Ulf Merbold und Alexander Gerst sowie hochkarätige Exponate aus Europas größter Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond”

Am 6. Juli 2014 fand ein ZDF-Fernsehgarten mit dem Thema “Space” statt. Moderatorin Andrea Kiewel hatte als Gast den deutschen Astronauten Ulf Merbold. Höhepunkt war eine Liveschaltung zu Alexander Gerst der sich seit dem 28. Mai 2014 an Bord der In-ternationalen Raumstation befindet. Space Consult und das Technik Museum Speyer stellten dafür erstklassige Raumfahrtexponate aus Europas größter Raumfahrtausstel-lung “Apollo and Beyond” zur Verfügung um der Unterhaltungsshow den passenden Rahmen zu verleihen.

Bereitgestellte Exponate waren die Raumanzüge von Neil Armstrong und Gene Cernan sowie das Lunar Roving Vehicle (Repliken). Der geflogene Sokol Raumanzug mit Kasbek Sitz von Kosmonaut Anatoli Solowjow der mit Sojus TM-5 im Juni 1988 zur Raumstation MIR geflogen ist. Je ein Modell der Sojus Rakete im Maßstab 1:20 sowie der Sojus Oberstufe im Maßstab 1:10. Ein 3,34 Milliarden Jahre alter Mondstein, ein Basalt der Apollo 15 Mission (4. Mondlandung). Ulf Merbold`s Sojus TM-19 Kapsel und seine geflogenen Sokol Handschuhe die er beim Start und der Landung getragen hat.

Astronaut und Kosmonaut im Technik Museum Speyer

Besuch während der ASE-Kongresses von Astronaut Rusty Schweickart und Kosmonaut Sergej Trestschow am 3. Juli 2013

120 Schülerinnen und Schüler auf Tuchfühlung mit Astronaut und Kosmonaut

Über 80 Astronauten, Kosmonauten und Taikonauten der International Association of Space Explorers (ASE) trafen sich Anfang Juli 2013 zum 26. “Planetaren Kongress” in Deutschland. Diese Veranstaltung wurde vom Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausgerichtet. Zum Programm dieses internationalen Kongresses gehörten unter anderem Fachsitzungen, Vorträge und Gespräche mit Schulklassen. Beim sogenannten Community Day am 3. Juli 2013 besuchten der Apollo 9 Astronaut Rusty Schweickart, sowie der russische Kosmonaut Sergej Trestschow, das Technik Museum Speyer.

Das Lehrprogramm wurde von Dr. Markus Landgraf, Mission Analyst der European Space Agency (ESA), ausgearbeitet und gemeinsam mit den Schülern durchgeführt. Bei einem längeren Rundgang durch Europas größte Raumfahrtausstellung „Apollo and Beyond“ begleitete der Leiter der Ausstellung, Gerhard Daum, die beiden Raumfahrer. Schweickart und Trestschow waren von der Vielfalt der Ausstellungsstücke sowie der Darstellung der Bereiche aber auch vom großen Interesse der Schülerinnen und Schüler begeistert. Es war eine gelungene Veranstaltung rund um das Thema Raumfahrt, die sicherlich nicht zum letzten Mal stattgefunden hat.

Apollo 11 – Der Flug zum Meer der Ruhe

Am 21. Juli 1969 MEZ geschah das größte Ereignis des 20. Jahrhunderts

Vor 40 Jahren begann die wohl historischste Reise,
die Menschen je unternommen haben…

von Gerhard Daum

Als der amerikanische Präsident, John F. Kennedy, am 25. Mai 1961 verkündete, bis zum Ende des Jahrzehnts einen Menschen zum Mond und wieder sicher zur Erde zu bringen, hatten die Amerikaner gerade ihre erste bemannte Weltraummission mit einer Dauer von 15 Minuten absolviert. Auf dem Mond zu landen, war damals unvorstellbar. Man muss bedenken, dass es zu dieser Zeit nur Schwarzweiß-Fernseher und Telefone mit Wählscheiben gab, und dass das erste Passagier-Düsenflugzeug mit Zwischenlandungen über den Atlantik flog, um die USA zu erreichen.

Der Weltraum war mittlerweile Bestandteil des kalten Krieges und Wettstreit der konkurrierenden politischen Systeme der beiden Großmächte, der USA und der Sowjetunion, geworden. Die Sowjetunion hatte 1957 den ersten Satelliten „Sputnik“ und die Hündin „Laika“, sowie 1961 den ersten Kosmonauten, Juri Gagarin, in die Erdumlaufbahn geschossen und war in diesem Wettlauf den Amerikanern immer eine Nasenlänge voraus gewesen. Dennoch sollte in etwas mehr als 8 Jahren das Unmögliche wahr werden, am 20. Juli 1969 landete die Mondfähre „Adler“ mit den beiden Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin im „Meer der Ruhe“ auf dem Mond. In diesen 8 Jahren arbeiteten etwa 400.000 Menschen aus Regierung, Wissenschaft und Industrie daran, das von Kennedy vorgegebene Ziel zu erreichen.

Die Reise beginnt

Es waren mehr als eine Million Menschen, die sich am Morgen des 16. Juli 1969 um das Kennedy Space Center in Florida als Zuschauer aufhielten, um den Start von Apollo 11 live zu erleben. Die Astronauten befanden sich bereits eine Woche vor Ort und in Quarantäne. Man isolierte die Crew, um möglichen ansteckenden Krankheiten vorzubeugen. Sie kam nur noch mit Personen zusammen, mit denen ein Kontakt unbedingt notwendig war. Der Flugarzt lud sogar den damaligen Präsidenten, Richard Nixon, aus, der mit den Astronauten am Abend zuvor zu Abend essen wollte. Um 8:32 Ortszeit (14:32 MEZ) begann mit dem Start der 111 Meter hohen und 3.000 Tonnen schweren Saturn V Mondrakete die Mission zur ersten Mondlandung mit dem Kommandanten Neil Armstrong, dem Piloten der Kommandokapsel Michael Collins und dem Piloten der Mondfähre Buzz Aldrin. Nach 12 Minuten wurde die Parkbahn erreicht, und nach eineinhalb Umläufen, 180 Kilometer über dem Pazifik, wurde die dritte Stufe der Saturn V mit der Kommandokapsel und Mondfähre an der Spitze erneut gezündet, um die Erdanziehungskraft zu verlassen und in die Flugbahn zum Mond einzuschwenken. Das Raumschiff, bestehend aus Kommandokapsel und Mondfähre, wurde nun in den Zustand der „passiven Wärmekontrolle“ versetzt, der auch scherzhaft „Barbecue Mode“ genannt wurde.

Das bedeutete, dass sich das Raumschiff langsam, wie auf einem Grill, um die eigene Achse zu drehen begann, so dass nicht eine Seite ständig durch das Sonnenlicht aufgeheizt wurde, und die andere Seite im Schatten abkühlte. Das Apollo Raumschiff flog präzise auf der vorausberechneten Flugbahn. Am Freitag, dem 18. Juli 1969, beschäftigten sich Armstrong und Aldrin das erste Mal mit der Mondfähre. Sie erhöhten den Kabinendruck und öffneten die Luke, die den Tunnel zwischen Kommandokapsel und Mondfähre verschloss. Eineinhalb Stunden lang hielten sich beide in der Mondfähre auf und überprüften Einrichtungen und Instrumente. Nachdem das Apollo 11 Raumschiff am 19. Juli 1969 den Mond erreichte, wurde das Haupttriebwerk der Kommandokapsel für knapp 10 Minuten gezündet, um in eine elliptische Bahn über der Mondoberfläche einzuschwenken. Am gleichen Abend sahen die Astronauten erstmals den vorgesehen Landeplatz, das „Meer der Ruhe“. Nach einer Schlafpause schwebten Armstrong und Aldrin am 20. Juli 1969 in die Mondfähre, um sich für den Abstieg zur Mondoberfläche vorzubereiten. Das Abkoppeln der Mondfähre von der Kommandokapsel erfolgte über der erdabgewandten Seite des Mondes.

Neil Armstrong und Buzz Aldrin standen in der Oberstufe der Mondfähre „Adler“, Seite an Seite in ihren Raumanzügen mit Gurten am Boden befestigt, als sie die Instrumente für den Abstieg studierten. Das Landetriebwerk wurde nun erneut für den gebremsten Sinkflug gezündet, und es sollte etwa für 12 Minuten laufen, um den Rest des Weges zur Mondoberfläche zurück zu legen. Der größte Teil des Abstiegs wurde nun vom Bordcomputer gesteuert, und kurz vor der Landung sollte Neil Armstrong die Mondfähre auf einen geeigneten Landeplatz lenken und aufsetzen. Durch eine geringe unbeabsichtigte Bahnänderung beim Abkoppeln von der Kommandokapsel steuerte der Bordcomputer nun die Mondfähre in ein Gebiet, etwa 4,5 Kilometer von der geplanten Landestelle entfernt. Die Mondfähre flog zuerst schräg vorwärts und wurde dann vom Bordcomputer nach vorne ausgerichtet, bis sie für das letzte Stück bis zur Mondoberfläche aufrecht stand.

Sieben Minuten nach dem Beginn des gebremsten Sinkfluges schwenkte der Bordcomputer die Mondfähre für den Endanflug nach vorne. In einer Höhe von etwa 900 Metern betrug die Landegeschwindigkeit knapp 80 km/h. Charlie Duke meldete „Ihr seid klar für die Landung!“. Plötzlich gab es Computeralarm, und die Gefahr eines Abbruchs wurde groß, doch Astronaut Charlie Duke, der als Verbindungssprecher im Kontrollzentrum saß, meldete sich sofort mit den Worten „Wir sind klar!“.

Durch diese Fehlermeldung wurden die Astronauten so sehr in ihrer Konzentration beansprucht, dass Neil Armstrong nicht in dem Maße, wie im Flugplan vorgesehen, auf die charakteristischen Merkmale auf der Mondoberfläche achten konnte. Während des Endanfluges, in etwa 300 Metern Höhe, führte der Autopilot die Mondfähre direkt auf einen 33 Meter breiten und 4 Meter tiefen Krater zu, der übersät war mit Felsbrocken. Armstrong schaltete in 150 Metern Höhe auf Handsteuerung um und zog die Mondfähre über den Kraterrand hinweg. In etwa 30 Metern Höhe leuchtete plötzlich ein Warnlicht auf, das anzeigte, dass nur noch für 90 Sekunden Treibstoff vorhanden war. Armstrong drosselte nun das Triebwerk, bis die Mondfähre nur noch so schnell war wie ein Fahrstuhl. „Sechzig Sekunden“ sagte Charlie Duke`s Stimme aus dem Kontrollzentrum, das bedeutete Treibstoffvorrat für eine weitere Minute. Das Triebwerk begann Staub aufzuwirbeln, als Neil Armstrong die Mondfähre senkrecht wie einen Hubschrauber 60 Meter westlich vom Krater auf eine flache Ebene steuerte.

Plötzlich kam wieder Duke`s Stimme „Dreißig Sekunden“, und kurz darauf leuchtete das blaue Kontaktlicht auf. Buzz Aldrin meldete um 21:17:39 MEZ den Kontakt der drei 75 Zentimeter langen Metallfühler an den Landefüßen der Mondfähre mit der Mondoberfläche. Unmittelbar danach setzte die Mondfähre mit allen vier Landefüßen mit einer Geschwindigkeit von 0,52 Metern in der Sekunde im „Meer der Ruhe“ auf. Etwa drei bis vier Sekunden nach dem Kontaktsignal schaltete Neil Armstrong das Haupttriebwerk ab. Armstrong und Aldrin beglückwünschten sich mit einem kurzen Händedruck. Durch die zusätzlichen Manöver verblieb ein Resttreibstoff für nur 15 Sekunden Flugzeit. Durch den Mehrverbrauch an Treibstoff verblieb den Astronauten weniger als zehn Sekunden Zeit für einen eventuell notwendigen sofortigen Rückstart zur Kommandokapsel. Für diese Maßnahme war im Flugplan ein Zeitfenster von einer Minute eingeplant worden. Um 21:17:58 MEZ meldete sich Neil Armstrong mit den Worten an das Kontrollzentrum „Houston, hier ist die Basis Meer der Ruhe. Der Adler ist gelandet“ und in Houston antwortete Charlie Duke „Empfangen, Stützpunkt Meer der Ruhe. Wir hören euch klar und deutlich. Hier sitzen ein paar Jungs, die schon ganz blau angelaufen sind. Jetzt können wir wieder durchatmen. Wir danken euch!“. Michael Collins, der alles per Funk mitverfolgte „Auch in der Kommandokapsel sitzt ein sehr erleichterter Mann!“.

Der erste Mensch betritt den Mond

In den Stunden nach der Landung wurden die meisten Systeme der Mondfähre bis zum Rückstart am nächsten Tag von Armstrong und Aldrin abgeschaltet, und beide begannen, nachdem sie etwas gegessen hatten, mit den Vorbereitungen für den Ausstieg. In den USA war es zu diesem Zeitpunkt noch der 20. Juli 1969 in den frühen Abendstunden, also die beste Sendezeit für das gerade richtig populär gewordene Fernsehen. Als die Freigabe für den Ausstieg aus Houston erteilt wurde, öffnete Aldrin das Ventil, und der Sauerstoff entwich aus der Oberstufe der Mondfähre in den Weltraum. Dann öffnete er die Luke, und Neil Armstrong begann am 21. Juli 1969 um 3:51 Uhr MEZ sich rückwärts auf die Plattform und die Leiter der Mondfähre zu bewegen.

Etwa 600 Millionen Fernsehzuschauer in der ganzen Welt saßen vor ihren Fernsehgeräten, während die ersten verschwommenen schwarz-weißen Fernsehbilder zu sehen waren, als Neil Armstrong die Leiter hinab kletterte. Er wirkte wie ein Gespenst, als er sich Stufe um Stufe der Mondoberfläche näherte. „Ich bin am Fuß der Leiter“ sagte Armstrong. „Die Teller der Landebeine sind nur drei bis fünf Zentimeter in den Mondboden gesunken. Die Oberfläche erscheint sehr feinkörnig, fast wie Pulver“. Kurz darauf „Ich steige jetzt herunter“. Mit dem linken Fuß setzte der damals 39-jährige Neil Armstrong am 21. Juli 1969 um 3:56:20 MEZ als erster Mensch mit den berühmten Worten „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit“ seinen Fuß auf die Mondoberfläche. Buzz Aldrin kletterte 18 Minuten später rückwärts aus der Oberstufe der Mondfähre auf die Plattform und weiter auf die erste Sprosse der Leiter. Als Aldrin die letzte Sprosse erreicht hatte, hielt er sich mit beiden Händen an der Leiter fest und sprang auf den Teller des Landefußes. Neil Armstrong fotografierte die einzelnen Etappen des Ausstiegs von Aldrin. Zwanzig Minuten nach Neil Armstrong betrat Buzz Aldrin als zweiter Mensch die Mondoberfläche. Nach einigen Minuten der Eingewöhnung machten die Bewegungen unter nur einem Sechstel der Erdanziehungskraft weniger Schwierigkeiten als erwartet. In ihren klobigen Raumanzügen konnten Armstrong und Aldrin die eigenen Füße nicht sehen und es zeigte sich, dass Hüpfen wie ein Känguru die schnellste und sicherste Fortbewegungsart war.

Nachdem die beiden Astronauten ihre ersten Schritte in den Mondstaub gesetzt hatten, wurden die ersten Mondproben gesammelt und verstaut, um sicherzustellen, dass man auf jeden Fall Gesteinsproben vom Mond hatte, falls der Aufenthalt unerwartet hätte abgebrochen werden müssen. Neil Armstrong enthüllte dann eine Gedenktafel an der Leiter der Mondfähre mit der Inschrift „Hier setzten Menschen vom Planeten Erde zum ersten Mal den Fuß auf den Mond. Juli, A.D. 1969. Wir kamen in Frieden für die ganze Menschheit“. Unterschrieben war die Gedenktafel von den drei Mondfahrern und dem damaligen Präsidenten Richard Nixon. Danach platzierte Armstrong die Fernsehkamera etwa zwanzig Meter von der Mondfähre entfernt, um alle weiteren Aktivitäten der Astronauten aufzuzeichnen. Als nächstes wurde die US-Flagge auf der Mondoberfläche aufgestellt. Da auf dem Mond keine Atmosphäre herrscht, musste sie durch zwei Aluminiumstangen in Spannung gehalten werden. Nach diesen Aktivitäten forderte das Kontrollzentrum Armstrong und Aldrin auf, sich vor die Kamera zu stellen. Der amerikanische Präsident telefonierte aus dem Weißen Haus mit den Astronauten und sagte „Das ist sicher der historischste aller Anrufe“ und beglückwünschte sie zu ihrer erfolgreichen Landung. Armstrong erwiderte „Danke, Mr. Präsident. Es ist eine große Ehre und ein großes Vorrecht hier zu sein.“

Einige wissenschaftliche Experimente wurden aufgebaut, beispielsweise eine Aluminiumfolie zur Messung des Sonnenwindes, die später wieder eingepackt wurde, um die eingefangenen Teilchen auf der Erde zu analysieren. Ein Seismometer sollte Daten zur Bestimmung von Erschütterungen im Untergrund liefern, die beispielsweise durch Meteoriten- und Asteroideneinschläge irgendwo auf dem Mond erzeugt wurden. Aber das Gerät überstand die erste Mondnacht mit Temperaturen von bis zu -170 Grad nicht. Durch den Aufbau eines Laserreflektors konnten Wissenschaftler präzise Abstandsmessungen zwischen Erde und Mond durchführen. Insgesamt 21,6 kg Mondgestein und Bodenproben wurden eingesammelt. Der Mondspaziergang dauerte zwei Stunden und 31 Minuten, bei dem sie sich in einem Radius von etwa 40 Metern um die Mondfähre bewegten.

Nachdem beide wieder in der Mondfähre zurück waren, legten sie sich vor dem Rückstart zur Kommandokapsel Columbia, der elfeinhalb Stunden nach dem Mondspaziergang erfolgen sollte, schlafen. Das Triebwerk zündete um 18:54 MEZ, und die Oberstufe hob mit einem sanften und gleichmäßigen Schub ab. Durch den Triebwerksstrahl kippte die US-Flagge um, da sie zu nah an der Mondfähre stand. Der Aufenthalt der beiden Astronauten auf dem Mond hatte 21 Stunden und 36 Minuten gedauert. Der Aufstieg verlief wie geplant, und die Oberstufe schwenkte in eine Mondumlaufbahn ein und koppelte wieder problemlos an die Kommandokapsel an. Die Freude des Wiedersehens war sehr groß, als Armstrong und Aldrin mit den mitgebrachten „Millionen-Dollar-Behältern“ sechs Stunden nach dem Start von der Mondoberfläche in die Kommandokapsel zu Michael Collins umgestiegen waren.

Die Rückkehr zur Erde

Am 22. Juli 1969 machten sich die drei Astronauten in der Kommandokapsel Columbia auf den Rückweg zur Erde. Die Landestufe der Mondfähre steht heute noch auf dem Mond, und die Oberstufe verblieb am 22. Juli 1969 im Mondorbit, um nach relativ kurzer Zeit durch die Anziehungskraft des Mondes an einer nicht bekannten Stelle auf der Mondoberfläche zu zerschellen.

Am 24. Juli 1969 um 17:50:35 MEZ wasserte die Kommandokapsel Columbia nach 8 Tagen, 3 Stunden, 18 Minuten und 35 Sekunden Flugzeit im Pazifik südlich der Hawaii-Inseln, etwa 3,1 Kilometer vom Flugzeugträger USS Hornet entfernt. Nach der erfolgreichen Landung war die Mission aber noch nicht vorbei. Wegen der Befürchtung vor unbekannten Mikroorganismen vom Mond mussten die Astronauten vor dem Verlassen der Kommandokapsel Isolationsanzüge anziehen. Sie mussten sich dann an Bord des Flugzeugträgers in eine 20-tägige Quarantäne begeben, bis diese Bedenken ausgeräumt waren. Während dieser Zeit schauten sich die Astronauten immer wieder Fernsehaufnahmen von der Mondlandung an. Erstmals erlebten sie das Ereignis aus der Sicht des Zuschauers. Aldrin sagte dabei zu Armstrong „Neil, ich glaube, wir haben da etwas verpasst.“

Die Bodenproben und Mondsteine wurden in das extra eingerichtete Lunar Receiving Laboratory zum Johnson Space Center nach Houston gebracht. Da der Mond weder Atmosphäre noch Sauerstoff besitzt, musste jeder Kontakt mit den Umweltbedingungen auf der Erde und jede direkte menschliche Berührung vermieden werden. Die Untersuchungen und Analysen mussten sozusagen unter Mondbedingungen durchgeführt werden, da sie sonst sofort chemisch verändert worden wären. Dafür wurden spezielle, extrem keimfreie Laborräume eingerichtet, in denen die Mondproben bis heute in hermetisch abgeschlossenen und durchsichtigen Plexiglas-Containern im Vakuum untersucht werden.

Die Apollo 11 Mission war der größte Erfolg der amerikanischen Raumfahrt. Das hauptsächlich politisch motivierte Ziel, Menschen zum Mond und auch wieder sicher zurück zu bringen, setzte ein unglaubliches Potenzial an Einfallsreichtum, Pioniergeist, Mut und Willen frei. Das Rennen der beiden Weltmächte war zu Gunsten der USA entschieden. Die Sowjetunion stellte ihre Anstrengungen, einen erfolgreichen bemannten Flug zum Mond durchzuführen, ein.

Astronauten Agentur

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Wir können Ihnen Astronauten und Kosmonauten aus allen Epochen der verschiedenen Projekte und Programme der bemannten Raumfahrt anbieten. Apollo Astronauten die zum Mond geflogen sind sowie Astronauten und Kosmonauten die mit dem amerikanischen Space Shuttle und dem russischen Sojus Raumschiff im Erdorbit waren. Ebenso Astronauten und Kosmonauten die an Bord russischen Raumstation Mir sowie der Internationalen Raumstation ISS gelebt und gearbeitet haben.

Gerne erwarten wir Ihre Anfrage und erarbeiten mit Ihnen ein passendes Konzept für Ihre Veranstaltung.

Nachfolgend eine kleine Auswahl , der mittlerweile mehr als 500 Astronauten, Kosmonauten und Taikonauten (in alphabetischer Reihenfolge), die wir Ihnen anbieten können:

Apollo Astronauten

Charles M. Duke
Apollo 16 LMP 5. Mondlandung – 10. Mensch auf dem Mond

Fred W. Haise
Apollo 13 LMP geplante 3. Mondlandung – Explosion des Sauerstofftanks Nr. 2 und Abbruch der Mondlandung

Harrison H. Schmitt
Apollo 17 LMP 6. Mondlandung – 12. Mensch auf dem Mond

Space Shuttle & ISS Astronauten

Scott D. „Scooter“ Altman
STS-90 PLT Neurolab letzter Flug von Spacelab, STS-106 PLT ISS Service Flug, STS-109 CDR 4. Service Mission Hubble Teleskop, STS-125 CDR 5. und letzte Service Mission Hubble Teleskop – Pilot im Film TOP GUN mit Tom Cruise

Robert L. „Beamer“ Curbeam
STS-85 MS Christa-Spas, STS-98 MS ISS Montage Flug US Labor Destiny, STS-116 MS ISS Montage Flug – 7 Außenbordeinsätze

Kevin A. Ford
STS-128 PLT Versorgungsflug ISS-17A MPLM Leonardo, Sojus TMA-06M FE/CDR ISS Langzeit Expedition 33/34

Andrew J. Feustel
STS-125 MS letzte Service Mission Hubble Teleskop, STS-134 PLT letzter ISS Montage Flug und letzter Flug Raumfähre Endeavour – 6 Außenbordeinsätze

Bernhard A. Harris
STS-55 MS Spacelab D-2 Mission, STS-63 MS 1. Rendezvous mit Raumstation Mir – 1 Außenbordeinsatz

Terrence T. Henricks
STS-44 PLT DOD, STS-55 PLT Spacelab D-2 Mission, STS-70 CDR TDRS-G, STS-78 CDR Spacelab LMS

Gregory H. „Box“ Johnson
STS-123 PLT ISS Montage Flug, STS-134 PLT letzter ISS Montage Flug und letzter Flug Raumfähre Endeavour

Thomas D. Jones
STS-59 MS SRL-1, STS-68 MS SRL-2, STS-80 MS Orfeus-Spas, STS-98 MS ISS Montage Flug US Labor Destiny – 3 Außenbordeinsätze

Michael J. Massimino
STS-109 MS Service Mission Hubble Teleskop, STS-125 MS letzte Service Mission Hubble Teleskop – 4 Außenbordeinsätze

Charles J. Precourt
STS-55 MS Spacelab D-2 Mission, STS-71 PLT 1. Kopplung Raumstation Mir, STS-84 CDR 6. Kopplung Raumstation Mir, STS-91 CDR 9. und letzte Kopplung Raumstation Mir

Kent V. Rominger
STS-73 PLT Spacelab USML-2, STS-80 PLT Orfeus-Spas, STS-85 PLT Christa-Spas, STS-96 CDR 1. ISS Service Flug, STS-100 CDR ISS Montage Flug Canadarm2

Jerry L. Ross
STS-61B MS Transport & Aussetzen 3 Satelliten , STS-27 MS DOD, STS-37 MS GRO, STS-55 MS Spacelab D-2 Mission, STS-74 MS Andockmodul Raumstation Mir, STS-88 MS 1. ISS Montage Flug Unity Modul, STS-110 MS ISS Montage Flug – 1. Mensch mit 7 Missionen sowie 9 Außenbordeinsätze

Heidemarie M. Stefanyshyn-Piper
STS-117 MS ISS Montage Flug, STS-126 MS ISS Service Flug – 5 Außenbordeinsätze

Donald A. Thomas
STS-65 MS Spacelab IML-2, STS-70 CDR TDRS-G, STS-83 MS Spacelab MSL, STS-94 MS Spacelab MSL

Douglas H. „Wheels“ Wheelock
STS-120 MS ISS Montage Flug Harmony Modul, Sojus TMA-19 FE/CDR ISS Langzeit Expedition 24/25 – 6 Außenbordeinsätze

Claude Nicollier
STS-46 EURECA & TSS, STS-61 1. Wartung HST, STS-75 TSS & US Microgravity Payload-3, STS-103 3. Wartung HST – 1 Außenbordeinsatz

Jean-François Clervoy
STS-66 ATLAS-3, STS-84 6. Mir-Docking STS-103 3. Wartung HST

Michel Tognini
Sojus TM-15/Sojus TM-14 Mir-Antares, STS-93 Chandra

Deutsche Astronauten

Ulf Merbold
STS-9 Jungfernflug Spacelab 1, STS-42 IML-1, Sojus TM-20/TM-19 Euromir 94

Ernst Messerschmid
STS-61A Spacelab D-1

Gerhard Thiele
STS-99 SRTM

Ulrich Walter
STS-55 Spacelab D-2

Reinhold Ewald
Sojus TM-25/-24 MIR-97

Thomas Reiter
Sojus TM-22 Mir-20 Euromir 95, STS-121/STS-116 ISS-13/ISS-14

Klaus-Dietrich Flade
Sojus TM-14/-13 MIR-92