HORN Technologietage 2017

vom 10. bis 12. Mai 2017 hat die Paul Horn GmbH zum sechsten Mal zu den “HORN Technologietagen” nach Tübingen-Derendingen eingeladen.

Seit 1969 entwickelt und produziert die Firma Paul Horn GmbH in Tübingen Einstech-, Längsdreh- und Nutfräswerkzeuge, die auf dem Markt eine Spitzenposition einnehmen. Die Anwendungsbereiche der Produkte sind vielfältig und reichen von der Automobil- und deren Zulieferindustrie über Maschinenbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Hydraulik / Pneumatik, der Schmuckindustrie bis hin zur Medizintechnik. In Deutschland ist die Horn GmbH in deren Themenbereichen bereits seit Jahren Markt- und Technologie-führer. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 1.400 Mitarbeiter.

Kunden aus Deutschland und der ganzen Welt erhielten während diesen drei Tagen wieder die Gelegenheit, in die HORN-Welt einzutauchen und sich über den neuesten Stand der Zerspanungstechnologie auszutauschen. Besichtigung der Produktions-stätten, auf denen HORN zusammen mit zahlreichen Ausstellungspartnern den neuesten Stand der Zerspanungstechnologie präsentierte.

Die Exponate, die von Space Consult bereitgestellt wurden, zeigten einen kleinen Ausschnitt aus Europas größter Raumfahrtausstellung „Apollo and Beyond“, die seit 2008 im Technik Museum Speyer zu sehen ist. Die originalgetreue Nachbildung des Raumanzuges von Neil Armstrong, Kommandant von Apollo 11 und erster Mensch, der am 21. Juli 1969 den Mond betreten hat. Ein weiteres Exponat war ein Modell der Internationalen Raumstation ISS im Maßstab 1:100.

Messe Techtextil: Living in Space

Internationale Leitmesse für Technische Textilien und Vliesstoffe “techtextil” vom 09. bis 12. Mai 2017 bei der Messe Frankfurt.

Die Techtextil ist die internationale Leitmesse für Technische Textilien und Vliesstoffe und zeigt das gesamte Spektrum der Einsatzmöglichkeiten textiler Technologien. Unter dem Motto „Connecting the Future“ präsentierten vom 9. bis 12. Mai 2017 internationale Aussteller den Fachbesuchern ihre textilen Produktneuheiten. Unter dem Titel „Living in Space“ präsentierte die Techtextil in Zusammenarbeit mit der Europäischen Raumfahrt-agentur (ESA) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Anwen-dungsvielfalt technischer Textilien am Beispiel Raumfahrt. In der Halle 6.1 entstand im Umfeld der Aussteller mit funktionalen Bekleidungstextilien und Herstellern von tech-nischen Textilien ein Sonderareal, das Hightech-Textilien und textile Verarbeitungs-technologien aus und für die Raumfahrt zeigte. Angelehnt an die Anwendungsbereiche technischer Textilien war das Areal in die Bereiche Architektur, Bekleidung, Mobilität und Zivilisation aufgeteilt.

Höhepunkt des interaktiven Areals war ein Virtual Reality-Erlebnis. Besucher der Techtextil und Texprocess erlebten eine virtuelle Reise durchs Weltall bis zum Mars. Dabei erfuhren Sie, wie technische Textilien und deren Verarbeitung eine Besiedlung des Weltraums möglich machen könnte. Eine „Material Gallery“ zeigte textile Produkte und Verarbeitungstechnologien von Ausstellern der Techtextil und Texprocess mit Anwendungsbezug zur Raumfahrt.

Exponate der ESA, des DLR sowie von Space Consult machten das Areal zu einem außergewöhnlichen Messe-Erlebnis. Impulsvorträge von ESA-Experten für Techno-logietransfer an allen Messetagen ergänzten das Angebot zusätzlich.

Die Exponate, die von Space Consult bereitgestellt wurden, zeigten einen kleinen Aus-schnitt aus Europas größter Raumfahrtausstellung „Apollo and Beyond“, die seit 2008 im Technik Museum Speyer zu sehen ist. Die originalgetreue Nachbildung des Raum-anzuges von Eugene Cernan, Kommandant von Apollo 17 und der den Mond am 13. Dezember 1972 letzter Mensch verlassen hat. Außerdem der Sokol KW-2 Raumanzug des Kosmonauten Anatoli Solowjow, den er beim Start mit Sojus TM-5 am 7. Juni 1988 und der Landung mit Sojus TM-4 am 17. Juni 1988 getragen hat. Ein weiteres Exponat war ein Schnittmodell des europäischen Forschungslabors „Columbus“ der Internatio-nalen Raumstation ISS im Maßstab 1:10.

Zweiter Deutscher Astronaut trainiert für seinen Flug ins All

Dr. Matthias Maurer hat sein Astronautentraining begonnen und gehört nun zum ESA-Astronautenkorps

Dr. Matthias Maurer wurde am 2. Februar 2017 im Europäischen Raumflugkontroll-zentrum (ESOC) der ESA in Darmstadt als neues Mitglied des ESA-Astronautenkorps der Öffentlichkeit vorgestellt. In der ESA-Astronautenauswahl von 2009 war er bereits unter den Finalisten. Mit der Astronauten-Grundausbildung im Europäischen Astronau-tenzentrum (ESA/EAC) auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raum-fahrt (DLR) in Köln, dem Heimatstandort aller ESA-Astronauten, beginnt die Vorberei-tung auf seinen Flug ins All.

“Wir freuen uns, dass mit Matthias Maurer ein versierter Wissenschaftler und überzeug-ter Europäer in das Astronautenkorps aufgenommen wurde. Technologien, die für die Raumfahrt entwickelt wurden, sind auch die Grundlage für terrestrische Innovationen und Anwendungen. Damit leistet die Raumfahrt ihren Beitrag zur Lösung der gesell-schaftlichen Herausforderungen“, sagt Dr. Gerd Gruppe, Mitglied des DLR-Vorstandes für das Raumfahrtmanagement, “auch Matthias Maurer wird dazu seinen Anteil im europäischen Astronautenteam und als Botschafter im All leisten.”

Matthias Maurer hat im Bereich der Werkstoffkunde promoviert und verfügt über Kennt-nisse der Physik und Chemie, ebenso über Erfahrungen im medizinischen Bereich. Er spricht vier Sprachen, lernt Russisch und Chinesisch. Maurer erhielt seit 2009 eine um-fangreiche Ausbildung als Support-Ingenieur für Astronauten und konnte Erfahrungen bei der Begleitung bemannter Raummissionen sammeln. Dabei unterstützte er seine Astronautenkollegen im Weltraum. Am CAVES Training der ESA, einem mehrtägigen Höhlentraining für Astronauten war er ebenso beteiligt, wie auch an NEEMO 21, einem Projekt der NASA, bei dem Gruppen von Astronauten, Ingenieuren und Wissenschaft-lern für bis zu drei Wochen in die Unterwasser-Forschungsstation Aquarius, vor der Küste Floridas, geschickt werden.

Die erste Flugmöglichkeit für Matthias Maurer zur ISS wird wahrscheinlich im Jahr 2020 sein. Bis dahin wird er noch zahlreiche Trainingsprogramme im Johnson Space Center in Houston, im Juri Gagarin Kosmonauten Trainingszentrum im Sternenstädtchen bei Moskau sowie in Kanada und Japan absolvieren.

Veranstaltungen mit Astronauten

Vorschau 2019 und 2020

18. Oktober 2019
Besuch der Ausstellung »Zero Gravity« und Vortrag »My Story« bei der ERES-Stiftung in München

20. Oktober 2019
Besuch der Raumfahrtausstellung »Apollo and Beyond« und Vortrag »My Story« im Technik Museum Speyer
Heidemarie Stefanyshyn-Piper – STS-115 ISS-12A / STS-126 ISS-ULF-2

5. November 2019
DGLR Raumfahrtkonferenz 2019 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Walt Cunningham – Apollo 7

27. November 2019
Vortrag in der Akademie der Bildenden Künste München (Gobelin-Saal) in Verbindung mit der Ausstellung »ZERO GRAVITY – Apollo 11 and the new notion of space« der ERES-Stiftung in München
Ulf Merbold – STS-9 Spacelab 1, STS-42 IML-1, Sojus TM-20/TM-19 Euromir 94

15. Januar 2020
Vortrag in der Ausstellung »ZERO GRAVITY – Apollo 11 and the new notion of space« der ERES-Stiftung in München
Ulrich Walter – STS-55 Spacelab D-2

Termine: in Planung

September 2020
25. Jubiläum Euromir 95 – mit Veranstaltungen im Technik Museum Speyer
Astronauten und Kosmonauten – in Planung und angefragt.

In Planung sind weitere Events mit Apollo Astronauten sowie amerikanischen, russischen und europäischen Astronauten.

Mit folgenden Astronauten, Kosmonauten und Besatzungen wurden von uns Projekte, Jubiläen sowie Vorträge geplant, organisiert, betreut und durchgeführt.

Buchprojekt: DER MOND
Herausgeber: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, DLR – Erschienen im Februar 2009. Mit Buzz Aldrin – Gemini 12 PLT, Apollo 11 LMP und 2. Moonwalker am 15. und 16. April 2008 im Saturn V Gebäude, im historischen Apollo 11 Flugkontroll-raum (FCR-1) des Missionskontrollzentrums (MCC) sowie im Lunar Receiving Laboratory (LRL) des Johnson Space Centers in Houston, Texas.

Deutschlandaufenthalt von vier Tagen zur Eröffnung von Europas größter Ausstellung für bemannte Raumfahrt „APOLLO AND BEYOND“ am 2. Oktober 2008: Astronaut Charles M. Duke – Apollo 16 LMP – und 10. Moonwalker, Astronaut Thomas Reiter – Sojus TM-22 EUROMIR 95 / STS-121/STS-116 ASTROLAB sowie Kosmonaut Igor Wolk – Sojus T-12 und Testpilot Raumfähre BURAN.

Vortrag „Apollo 16 Mission zum Mond“ am 3. Oktober: Astronaut Charles M. Duke – Apollo 16 LMP.

Deutschlandaufenthalt von einer Woche zum „40. Jubiläum Apollo 11“ und Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” von Astronaut Robert L. Curbeam – STS-85, STS-98, STS-116 – am 21. Juli 2009.

Deutschlandaufenthalt von fünf Tagen und Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” von Astronaut Timothy J. “TJ” Creamer – Sojus TMA-17 ISS-22/-23 – am 24. September 2009.

Deutschlandaufenthalt von fünf Tagen und Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” von Astronaut Douglas H. „Wheels“ Wheelock – STS-120, Sojus TMA-19 ISS-24/-25 – am 16. Oktober 2009.

Deutschlandaufenthalt von vier Tagen und Besuch am 23. März 2010 der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” mit Pressekonferenz und Vortrag: Astronaut Alan L. Bean – Apollo 12 LMP und 4. Moonwalker, Skylab 2 CDR.

Besuch am 24. März 2010 im Gasometer Oberhausen mit zwei Vorträgen in der Ausstellung “Sternstunden Wunder des Sonnensystems”.

Deutschlandaufenthalt von vier Tagen (plus 4 Tage Verlängerung) Deutschlandpremiere „IMAX Hubble 3D“ am 16. April 2010: Astronaut Scott D. „Scooter“ Altman – STS-90, STS-106, STS-109, STS-125 und als Gast Astronaut Douglas H. „Wheels“ Wheelock – STS-120, Sojus TMA-19 ISS-24/-25.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” am 17. April 2010 mit Vortrag und Autogrammstunde im Technik Museum Speyer.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” von Astronaut Ulf Merbold – STS-9 Spacelab 1, STS-42 IML-1, Sojus TM-20/TM-19 Euromir 94 – zur Ankunft seiner Sojus TM-19 Landekapsel im Technik Museum Speyer am 3. Mai 2010.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” von Astronaut Hans Schlegel – STS-55 Spacelab D-2, STS-122 Columbus – am 20. September 2010 .

Deutschlandaufenthalt von einer Woche zum „Jubiläum 25 Jahre STS-61A / Spacelab D-1“ vom 25. bis 31. Oktober 2010: Henry W. „Hank“ Hartsfield – STS-4, STS-41D, STS-61A, Steven R. Nagel – STS-51G, STS-61A, STS-37, STS-55, Guion S. Bluford – STS-8, STS-61A, STS-39, STS-53, Bonnie J. Dunbar – STS-61A, STS-32, STS-50, STS-71, STS-89, Ernst Messerschmid – STS-61A, Ulf Merbold – STS-9, STS-42, Sojus TM-20/TM-19, Linda M. Godwin – STS-37, STS-59, STS-76, STS-108.

Besuch am 25. und 26. Oktober 2010 in Berlin – Reichstag und Mauermuseum sowie Parlamentarischer Abend mit Live Schaltung zur ISS.

Besuch am 27. Oktober 2010 bei EADS-Astrium in Bremen – Jubiläumsevent sowie Besuch der ATV-Integrationshalle.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” am 30. Oktober mit Jubiläumsevent und Autogrammstunde im Technik Museum Speyer.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” von Kosmonaut Sigmund Jähn – Sojus 31/29 Saljut 6 – zum „50. Jahrestag des ersten bemannten Raumfluges von Juri Gagarin“ am 12. April 2011.

Deutschlandaufenthalt von drei Tagen „Aufbau der ISS“ im August 2011: Astronaut Alvin Drew – STS-118, STS-133.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” von Astronaut Koichi Wakata – STS-72, STS-92, STS-119/STS-127 ISS-18/-19/-20, Sojus TMA-11M ISS-38/-39 – im September 2011.

Deutschlandaufenthalt von einer Woche „Letzter Flug von Endeavour mit AMS“ vom 6. bis 13. November 2011: STS-134 Crew – Gregory H. „Box“ Johnson – STS-123, STS-134, Edward M. Fincke – Sojus TMA-4 ISS-09, Sojus TMA-13 ISS-18, STS-134, Andrew J. Feustel – STS-125, STS-134.

Besuch am 6. und 7. November 2011 in Berlin – Reichstag und Mauermuseum sowie VIP-Dinner mit Missionspräsentation.

Besuch am 8. und 9. November 2011 in Aachen – Empfang beim OB und Besuch der RWTH Aachen mit Missionspräsentation vor Studenten.

Besuch am 10. November 2011 in Karlsruhe – Empfang beim OB und Besuch der KIT mit Missionspräsentation vor Studenten.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” am 11. November 2010 mit Missionspräsentation und Autogrammstunde im Technik Museum Speyer.

ESA Event „Take your Classroom into Space“ am 24. April 2012: Astronaut Reinhold Ewald – Sojus TM-25/TM-24 MIR-97.

Deutschlandaufenthalt vom 1. bis 5. Juni 2013 zur Eröffnung des neuen Ausstellungsbereiches “Der Mond” im Technik Museum Speyer sowie Events in Berlin: Astronaut Eugene A. Cernan – Gemini 9A PLT, Apollo 10 LMP, Apollo 17 CDR und 11. Moonwalker.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” am 2. Juni 2013 mit Eröffnung des neuen Ausstellungsbereiches “Der Mond” und Missionspräsentation im Technik Museum Speyer.

Besuch am 3. und 4. Juni 2013 in Berlin – Reichstag sowie Missionspräsentationen im DLR-Institut für Planetenforschung, Technische Universität Berlin sowie der US-Botschaft.

Community Day während des 26. Planetaren Kongresses der Association of Space Explorers (ASE) am 3. Juli 2013 im Technik Museum Speyer: Astronaut Rusty Schweickart – Apollo 9 LMP – und Kosmonaut Sergej Trestschow – STS-111/STS-113 ISS-05.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” von Astronaut Ed Gibson – Skylab 3 SPT – am 17. Oktober 2013 im Technik Museum Speyer.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” von Astronaut Ulrich Walter – STS-55 Spacelab D-2 – am 25. März 2014 im Technik Museum Speyer.

Deutschlandaufenthalt in Berlin, Sinsheim und Speyer vom 10. bis 15. September 2014: Astronaut Alfred M. Worden – Apollo 15 CMP.

Besuch am 10. und 11. September 2014 in Berlin – Reichstag sowie Missionspräsentationen im Paul-Löbe-Haus und am DLR-Institut für Planetenforschung.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” am 14. September 2010 und Missionspräsentation im Technik Museum Speyer.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” von Astronaut Gerhard Thiele – STS-99 SRTM – am 26. September 2014 im Technik Museum Speyer.

Deutschlandaufenthalt von drei Tagen in Dortmund und Technik Museum Speyer im Oktober 2014: Astronaut Buzz Aldrin – Gemini 12 PLT, Apollo 11 LMP und 2. Moonwalker.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” und Vortrag von ESA-Astronaut Alexander Gerst – Sojus TMA-13M / ISS-40/-41 – und Treffen mit der Ministerpräsidentin von Rheinland Pfalz, Malu Dreyer am 24. und 25. April 2015 im Technik Museum Speyer.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” und Vortrag von ESA-Astronaut Frank De Winne – Sojus TMA-1/TM-34 Odissea und Sojus TMA-15 OasISS ISS-20/-21 – am 10. Oktober 2015 im Technik Museum Speyer.

Bei der offiziellen Eröffnung des neuen Ausstellungsbereiches “Deutsche Astronauten” am 24. Oktober 2015 in Europas größter Ausstellung für bemannte Raumfahrt “Apollo and Beyond” waren die Astronauten Ulf Merbold, Ernst Messerschmid, Hans Schlegel, Ulrich Walter, Gerhard Thiele, Reinhold Ewald und Gisela Furrer, Schwester von Reinhard Furrer, sowie der ESA Generaldirektor Prof. Johann-Dietrich Wörner zu Gast um gemeinsam mit Museumspräsident Hermann Layher und dem Initiator und Ausstellungsleiter Gerhard Daum die Ausstellung zu eröffnen.

Teilnahme von Astronaut Al Worden, Apollo 15 CMP, an der DGLR Raumfahrtkonferenz 2015 am 10. November 2015 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Al Worden hielt einen Vor-trag “America in Space” und nahm an der Podiumsdiskussion mit ESA-Generaldirektor Prof. Johann-Dietrich Wörner sowie den Astronauten Ernst Messerschmid und Reinhold Ewald teil. Er besuchte einen Tag zuvor das Jugendforschungszentrum “Aerospace-Lab” in Herrenberg.

Al Worden gab am 14. November 2015 ein exklusives TV-Interview für die europäische Raumfahrtagentur ESA, in Europas größter Ausstellung für bemannte Raumfahrt “Apollo and Beyond”.

IMAX 3D-4K VIP Eröffnung am 3. März 2016 im Auto & Technik Museum Sinsheim mit den Astronauten Ernst Messerschmid und Reinhold Ewald.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” von Kosmonaut Alexander Samokutjajew – Sojus TMA-21 ISS-27/-28, Sojus TMA-14M ISS-41/-42 – am 21. August 2016 im Technik Museum Speyer.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” und Vortrag von Kosmonaut Gennadi Padalka – Rekordhalter mit 878 Tagen, 11 Stunden und 30 Minuten im Weltraum – Sojus TM-28 MIR-26, Sojus TMA-4 ISS-09, Sojus TMA-14 ISS-19/-20, Sojus TMA-04M ISS-31/-32, Sojus TMA-16M ISS-43/-44 – am 6. November 2016 im Technik Museum Speyer.

Deutschlandaufenthalt von vier Tagen zum „25. Jubiläum MIR-92 und 20. Jubiläum MIR-97“ vom 16. bis 19. März 2017: Klaus-Dietrich Flade – Sojus TM-14 & TM-13 / MIR-92, Sergej Krikaljow – Sojus TM-7 / MIR-4, Sojus TM-12 & TM-13 / MIR-9 & -10, STS-60, STS-88, Sojus TM-31 & STS-102 / ISS-01, Sojus TMA-6 / ISS-11, Alexander Kaleri – Sojus TM-14 / MIR-11, Sojus TM-24 / MIR-22, Sojus TM-30 / MIR-28, Sojus TMA-3 / ISS-08, Sojus TMA-01M / ISS-25 & -26, Reinhold Ewald – Sojus TM-25 & TM-24 / MIR-97, Wasilli Ziblijew – Sojus TM-17 / MIR-14, Sojus TM-25 / MIR-23, Alexander Lasutkin – Sojus TM-25 / MIR-23

Jubiläumsevent und Fachvorträge am 16. März 2017 beim DLR Raumfahrtmanagement in Bonn-Oberkassel.

Besuch mit Führung am 17. März 2017 im DLR Envihab und EAC in Köln.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” mit Eröffnung des ISS “Swesda” Moduls am 18. März 2017 und Jubiläumsevent mit Talkrunde im Technik Museum Speyer.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” und Vortrag von Astronaut Kevin Ford – STS-128, Sojus TMA-06M ISS-33/-34 – am 27. Mai 2017 im Technik Museum Speyer.

Deutschlandaufenthalt von sechs Tagen in Sinsheim, Speyer, Weil der Stadt und Riedstadt vom 19. bis 24. Oktober 2017: Astronaut Walt Cunningham – Apollo 7 LMP.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” am 21. Oktober 2017 und Präsentation “Apollo – Golden Age of Spaceflight” im Technik Museum Speyer.

Besuch bei Artifactcloud.com und im Kepler Museum sowie Eintrag in das Goldene Buch am 23. Oktober 2017 in Weil der Stadt.

Deutschlandaufenthalt von sieben Tagen in Sinsheim, Herrenberg, Stuttgart, Weil der Stadt, Speyer und Riedstadt vom 5. bis 12. November 2017:
Astronaut Charlie Duke – Apollo 16 LMP.

Besuch im Auto & Technik Museum Sinsheim am 6. November 2017.

Besuch und Vortrag im Jugendforschungszentrum “Aerospace-Lab” in Herrenberg am 6. November 2017.

Ehrengast bei der DGLR-Raumfahrtkonferenz 2017 am 7. November 2017 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Charlie Duke, Apollo 16 LMP, hielt einen Vortrag über seine Apollo 16 Mission zum Descartes Hochland und nahm an der Podiumsdiskussion “new goals in space” mit Reinhold Ewald, Thomas Reiter und Samantha Christoforetti teil.

Besuch bei Artifactcloud.com am 9. November 2017 in Weil der Stadt.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” am 10. November 2017 und Übergabe von zwei Exponaten an Ausstellungleiter Gerhard Daum.

Interview in der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” für die ARD-Brisant Sendung um 17:10 Uhr am 10. November 2017.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” und Vortrag von ESA-Astronaut Claude Nicollier – STS-46, STS-61, STS-75, STS-103 – am 25. November 2017 im Technik Museum Speyer.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” und Vortrag von Kosmonaut Oleg Nowizki – Sojus TMA-06M ISS-33 & ISS-34 / Sojus MS-03 ISS-50 & ISS-51 – am 17. Februar 2018 im Technik Museum Speyer.

Deutschlandaufenthalt von 10 Tagen zum „Jubiläum 25 Jahre STS-55 / Spacelab D-2“ vom 25. April bis 5. Mai 2018: Tom Henricks – STS-44, STS-55, STS-70, STS-78, Jerry Ross – STS-61B, STS-27, STS-37, STS-55, STS-74, STS-88, STS-110, Bernard Harris – STS-55, STS-63, Ulrich Walter – STS-55, Hans Schlegel – STS-55, STS-122.

Besuch am 26. und 27. April 2018 der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin.

Besuch am 30. April 2018 der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” im Technik Museum Speyer.

Jubiläumsevent am 1. Mai 2018 in der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” im Technik Museum Speyer.

Besuch am 3. Mai 2018 in der Flugwerft Schleißheim des Deutschen Museums in München.

Jubiläumsevent am 3. Mai 2018 an der Technischen Universität (TUM) in München.

Jubiläumsevent am 4. Mai 2018 im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) des DLR in Oberpfaffenhofen.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” von Kosmonaut Abdulahad Momand – Sojus TM-6 / Sojus TM-5 – am 11. August 2018 im Technik Museum Speyer.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” und Vortrag von Kosmonaut Wladimir Dschanibekow – Sojus 27 & Sojus 26 Saljut 6 / Sojus 39 Saljut 6 / Sojus T-6 Saljut 7 / Sojus T-12 Saljut 7 / Sojus T-13 Saljut 7 – am 18. August 2018 im Technik Museum Speyer

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” und Vortrag von Kosmonaut Nikolai Budarin – STS-71 MIR-19 Sojus TM-21 / Sojus TM-27 MIR-25 / STS-113 ISS-06 Sojus TMA-1 – am 29. September 2018 im Technik Museum Speyer

10. Jubiläum der Raumfahrtausstellung “APOLLO AND BEYOND” und der sowjetischen Raumfähre “BURAN OK-GLI” im Technik Museum Speyer.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” von Astronaut Fred Haise – Apollo 13 LMP / Enterprise CDR am 13. Oktober 2018 im Technik Museum Speyer.

Fred Haise war von 2008 bis 2018 der 50. Astronaut/Kosmonaut der die Ausstellung “Apollo and Beyond” besucht hat.

Aktionstag am 14. Oktober 2018 zum 10. Jubiläum der Raumfahrtausstellung “APOLLO AND BEYOND” und der sowjetischen Raumfähre “BURAN OK-GLI”.

Vortrag – “35 Jahre STS-9 / Spacelab 1″ von ESA-Astronaut Ulf Merbold – STS-9 SL-1, STS-42 IML-1, Sojus TM-20/TM-19 Euromir 94, beim Aktionstag der Jubiläumsfeier.

Vortrag – die Geschichte der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” und der sowjetischen Raumfähre “BURAN OK-GLI”, mit Ausstellungsleiter Gerhard Daum und dem ehemaligen Deutschen Botschafter des Königreichs Bahrain Herrn Hubert Lang.

Vortrag – “Aktuelle Entwicklungen und Zukunft der bemannten und robotischen Raum-fahrt in Europa” von ESA-Astronaut Thomas Reiter – Sojus TM-22 Euromir 95, STS-121/-116 Astrolab, beim Aktionstag der Jubiläumsfeier.

Vortrag – “Houston, we`ve had a problem” von Astronaut Fred Haise – Apollo 13 LMP / Enterprise CDR, beim Aktionstag der Jubiläumsfeier.

Vortrag – “ALT Enterprise” von Astronaut Fred Haise – Apollo 13 LMP / Enterprise CDR, beim Aktionstag der Jubiläumsfeier.

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” und Photosession mit Kosmonaut Gennadi Padalka – Rekordhalter mit 878 Tagen, 11 Stunden und 30 Minuten im Weltraum – Sojus TM-28 MIR-26, Sojus TMA-4 ISS-09, Sojus TMA-14 ISS-19/-20, Sojus TMA-04M ISS-31/-32, Sojus TMA-16M ISS-43/-44 – am 26. November 2018 im Technik Museum Speyer.

Veranstaltungen vom 28. Mai – 3. Juni 2019 zum 50. Jubiläum der ersten Mondlandung (1969-2019) im Technik Museum Speyer und Deutsches Museum in München

50. Jubiläum Apollo 11

Symposium der DGLR, des DLR und Technik Museum Speyer am 29. Mai 2019 in der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond”

First Lunar Landing

Charlie Duke – Apollo 11 Capcom & Apollo 16 LMP
Ernst Messerschmid – STS-61A Spacelab D-1
Ulrich Walter – STS-55 Spacelab D-2
Matthias Maurer – Deutscher ESA-Astronaut
Reinhold Ewald – SojusTM-25/Sojus TM-24 Mir 97
Frank De Winne – SojusTMA-1/Sojus TM-34 Odissea, Sojus TMA-15 ISS-20 & -21
Ulf Merbold – STS-9 Spacelab 1, STS-42 IML-I, Sojus TM-20/Sojus TM-19 Euromir 94

Jubiläumsveranstaltung des Technik Museum Speyer am 30. Mai 2019 zum 50. Jubiläum von Apollo 11 (1969-2019)

50. Jubiläum Apollo 11

Charlie Duke – Apollo 11 Capcom & Apollo 16 LMP
Matthias Maurer – Deutscher ESA-Astronaut
Gerhard Thiele – STS-99 SRTM

Moon-Talk am 1. Juni 2019 zum 50. Jubiläum der ersten Mondlandung im Deutschen Museum in München

50 Jahre Apollo 11

Charlie Duke – Apollo 11 Capcom & Apollo 16 LMP
Ulrich Walter – STS-55 Spacelab D-2

VIP-Veranstaltung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Bayern Dr. Markus Söder

Öffentliche Veranstaltung für Raumfahrtbegeisterte und Museumsbesucher

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” und Vortrag von Kosmonaut Sergej Rewin – Sojus TMA-04M ISS-31/-32 – am 23. Juni 2019 im Technik Museum Speyer

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” von Kosmonaut Wiktor Afanassjew – Sojus TM-11 MIR-8 / Sojus TM-18 MIR-15 / Sojus TM-29 MIR-27 / Sojus TM-33 & Sojus TM-32 – am 26. Juni 2019 im Technik Museum Speyer

Besuch der Ausstellung »Zero Gravity« und Vortrag von NASA Astronautin Heidemarie Stefanyshyn-Piper – STS-115 ISS-12A / STS-126 ISS-ULF-2 – am 18. Oktober 2019 bei der ERES-Stiftung in München

Besuch der Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” und Vortrag von NASA Astronautin Heidemarie Stefanyshyn-Piper – STS-115 ISS-12A / STS-126 ISS-ULF-2 – am 20. Oktober 2019 im Technik Museum Speyer

Ehrengast bei der DGLR-Raumfahrtkonferenz 2019 am 5. November 2017 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Walt Cunningham, Apollo 7 LMP, hielt einen Vortrag “Apollo and the Golden Age of Spaceflight” und nahm an der Podiumsdiskussion “Moon and Beyond” mit Matthias Maurer, tbd, tbd, und tbd teil.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer besucht „Apollo and Beyond“ und trifft Alexander Gerst

Die Rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist bei ihrem Besuch besonders von Mondgestein der Apollo 15 Mission sehr beeindruckt

Die unglaubliche Faszination, die der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst im letzten Jahr mit seinem live auf Facebook und Twitter zu verfolgenden und mehr als sechs Monate dauernden Arbeits- und Forschungsbesuch auf der „Internationalen Raumstation ISS“ ausgelöst hat, ist bis heute ungebrochen.

Der promovierte Geophysiker und Vulkanologe Alexander Gerst gehört seit 2009 dem ESA-Astronautenkorps an. Am 28. Mai 2014 startete Alexander Gerst an Bord des russischen Sojus-TMA-13M Raumschiffs zur ISS, um dort ein halbes Jahr zu leben und zu arbeiten. Im Mittelpunkt der „ISS-Expeditionen 40 und 41“ standen mehr als 100 wissenschaftliche Experimente auf den Gebieten der Materialforschung, Biologie, Medizin, Physik, Astronomie, Erdbeobachtung und Technik. Außerdem absolvierte er am 7. Oktober 2014 einen Außenbordeinsatz für Wartungs- und Verbesserungsarbeiten an der Raumstation. Am 10. November 2014 flog er an Bord des Sojus TMA-13M Raumschiffs zur Erde zurück. Alexander Gerst verbrachte 165 Tage, 8 Stunden und 1 Minute im Weltraum bei 2.566 Erdorbits. Damit ist er der elfte Deutsche im All und der dritte deutsche Astronaut auf der ISS.
Am 24. und 25. April 2015 besuchte Alexander Gerst Europas größte Ausstellung für bemannte Raumfahrt „Apollo and Beyond“ im Technik Museum Speyer, um von seinem Aufenthalt im Weltraum zu berichten. Freitags fand ein Vortrag für geladene Gäste, darunter Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, statt. Am Samstag gab es einen Ansturm von mehr als 3.000 Besuchern um dem spannenden Vortrag von Alexander Gerst zu lauschen – und um vielleicht sogar ein Original Autogramm von ihm zu ergattern.

Auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer ließ sich rasch von der „Faszination Weltraum“ gefangen nehmen und kam am Vorabend der großen öffentlichen Veranstaltung eigens aus Mainz nach Speyer, um gemeinsam mit Alexander Gerst, die höchst eindrucksvolle sowie außergewöhnliche Speyerer Weltraumausstellung zu erkunden und sich von Alexander Gerst aus erster Hand über seine Eindrücke von seiner Weltraummission informieren zu lassen.
Bei ihrem ausführlichen Rundgang durch die Weltraumhalle, begleitet von Gerhard Daum, dem Leiter dieser bedeutendsten Weltraumausstellung des Kontinents, zeigte sich Malu Dreyer tief beeindruckt von der großen Zahl der gezeigten Exponate – von der gewaltigen sowjetischen Weltraumfähre „Buran“, über das 3,4 Milliarden Jahre alte Apollo 15 Mondgestein bis hin zum originalen „Spacelab“ Modul sowie dem Mockup des europäischen Forschungslabors „Columbus“ der ISS. Alexander Gerst übergab Gerhard Daum bereits einen geflogenen Overall, den er während der Mission getragen hat für den von ihm neu konzipierten Ausstellungsbereich „Deutsche Astronauten“. Weitere Exponate sollen in Kürze folgen. Dieser neue Ausstellungsbereich soll noch in diesem Jahr eröffnet werden, und wird die einzige Ausstellung in Deutschland sein, wo alle 11 deutschen Astronauten mit unzähligen Exponaten und detaillierten Infotafeln gezeigt werden.

Insbesondere der unter dickem Panzerglas sicher verwahrte Apollo 15 Mondstein, den Apollo Mondastronaut Eugene Cernan dem Museum 2013 überbracht hatte, faszinierte die Ministerpräsidentin besonders. „Ich könnte mir kaum einen geeigneteren Ort für Ihren Vortrag vorstellen, als eben diese Raumfahrthalle mit ihren tief beeindruckenden Exponaten“, zeigte sich Dreyer begeistert und nahm sich sehr viel Zeit, um sich von Alexander Gerst und Gerhard Daum die Schaustücke ausführlich erklären zu lassen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer betonte „Wer im letzten Jahr auf Facebook und Twitter Ihren Aufenthalt im Weltraum mitverfolgt hat, war begeistert und fasziniert von Ihrer Mission „Blue Dot“. Hier, in Europas größter Raumfahrtausstellung, bekommen Ihre Eindrücke den passenden Rahmen“, sagte die Ministerpräsidentin.

Den Stellenwert der Forschung hob auch Gerst in seinem spannenden Vortrag über die Mission “Blue Dot” (“Blauer Punkt”) hervor. “Wir machen die Experimente im Weltall, um das Leben auf der Erde besser zu machen”, so der promovierte Wissenschaftler. Die Forschung auf der ISS sei beispielsweise nicht nur für die Medizin unersetzlich. “In der Schwerelosigkeit hat man so etwas wie Osteoporose”, erklärte er. Diese sei zwar dort nur temporär, dennoch könne man wichtige Erkenntnisse für die Wissenschaft daraus ableiten. Insgesamt 23 Blutproben habe er zu Forschungszwecken dort oben abgegeben.

Der Alltag im All war für das Publikum besonders spannend. Drei Jahre hat sich Gerst bei der europäischen Weltraumorganisation ESA auf den Aufenthalt vorbereitet. “Und alles läuft dabei auf einen Punkt hinaus: den Start”, erzählte der 38-Jährige. “Man hört Gas austreten, die Ventile pfeifen und beim Start gibt es das lauteste Geräusch, das ich je gehört habe”, erinnerte sich Gerst. Mit 26 Millionen PS gehe es dann in Richtung Himmel. Ziel: die Internationale Raumstation ISS in 400 Kilometern Höhe. “Nach acht Minuten ist man da oben, der Rest – etwa sechs Stunden – ist Einparkzeit”, sagte der Astronaut.

Nach seiner Ankunft musste sich Gerst erst einmal mit den Gegebenheiten vor Ort arrangieren: essen, schlafen, forschen in Schwerelosigkeit. Sein Arbeitsplatz, das Columbus Forschungslabor, das auch im Technik Museum zu sehen ist, ersetze ein ganzes Universitätsgebäude, berichtet er. 160 Experimente hat er mit seinen Kollegen durchgeführt.

In seiner Freizeit hat Gerst neben dem täglichen Sportpflichtprogramm viel aus dem Fenster geschaut. Dabei entstanden sind unvergleichliche Bilder, mit denen er nun sein Publikum fesselt. Man sehe sehr viel schlimme Dinge wie Bomben und Raketen in den Krisengebieten oder die gewaltige Zerstörung des Amazonas. “Vor allem habe ich aber wunderschöne Sachen gesehen wie ein Südlicht”, schwärmte er. “Wir Menschen haben noch kaum etwas um uns herum entdeckt. Ich bin gespannt, was noch kommt”, sagte Gerst zur Zukunft der Raumfahrt. “Es ist das größte Abenteuer der Menschheit.”

ESA-Astronaut Alexander Gerst im Technik Museum Speyer

Vortrag und Autogrammstunde am 25. April 2015 in Europas größter Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond”

Im letzten Jahr gelang es einem Mann aus Künzelsau ganz Deutschland für die Inter-nationale Raumstation ISS und die Raumfahrt zu begeistern. Über Facebook und Twitter konnte man die Abenteuer von „Astro Alex“ regelrecht live miterleben, denn der sympathische deutsche ESA Astronaut Alexander Gerst ließ uns alle, mit Bildern und Kurznachrichten über seine Mission, am Traum ins Weltall zu fliegen teilhaben.
Der promovierte Geophysiker und Vulkanologe Alexander Gerst gehört seit 2009 dem ESA-Astronautenkorps an. Er flog am 28. Mai 2014 an Bord eines russischen Sojus-Raumschiffes zur ISS, um dort ein halbes Jahr lang zu leben und zu forschen. Damit ist er der elfte Deutsche im All und der dritte deutsche Raumfahrer auf der ISS. Bereits nach sechs Stunden Flug erreichte er die Raumstation, die die Erde in einer Höhe von 400 Kilometern mit einer Geschwindigkeit von 28.800 Kilometern pro Stunde umkreist.

100 Experimente in der Schwerelosigkeit des Alls

Im Mittelpunkt der sog. „ISS-Expedition“ 40 und 41 standen mehr als 100 wissen-schaftliche Experimente auf den Gebieten der Materialforschung, Biologie, Medizin, Physik, Astronomie, Erdbeobachtung und Technik. Neben den wissenschaftlichen Experimenten wurde auch an einem Bildungsprogramm vorwiegend für Schulen ge-arbeitet. Am 10. November 2014 endete die Expedition für Alexander Gerst und er flog, an Bord des Sojus TMA-13M Raumschiffs, zur Erde zurück. Alexander Gerst verbrach-te 165 Tage, 8 Stunden und 1 Minute im Weltraum bei 2.566 Erdorbits.
Zu den Höhepunkten von Gersts Mission “Blue Dot” gehörten beispielsweise die Inbe-triebnahme eines Schmelzofens der ESA, mit dem Proben geschmolzenen Metalls frei im Raum schwebend abgekühlt werden können, ein Außenbordeinsatz („Space Walk“) für Wartungs- und Verbesserungsarbeiten an der Raumstation und das Andocken des letzten europäischen ATV, des bisher größten Raumtransporters zur Versorgung des orbitalen Forschungs-außenpostens. Im Januar 2015 wurde Alexander Gerst von Bun-despräsident Joachim Gauck mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Am Samstag, 25. April 2015 besucht der deutsche ESA Astronaut Alexander Gerst Europas größte Raumfahrtausstellung „Apollo and Beyond“ im Technik Museum Speyer und hält einen Vortrag zu seiner Mission im All sowie eine Autogrammstunde.

Astronaut im All & Erdbeobachtung aus dem Weltall

Mit dabei ist sein ESA-Kollege Prof. Mike Rast von der ESA Direktion für Erd- und Umweltbeobachtung in Rom, der ebenfalls mit einem Vortrag „Wohin reist unser ge-meinsames Raumschiff Erde?“ über die vielseitigen Perspektiven der Umweltbeo-bachtung aus dem All berichtet. Die Vorträge finden ab 11.00 Uhr in der Raumfahrthalle statt. Von 13.15 Uhr bis 13.45 Uhr gibt Alexander Gerst, ebenfalls in der Raumfahrt-halle, eine Autogrammstunde. Die Vorträge und die Autogrammstunde sind im regu-lären Eintrittspreis des Technik Museum Speyer enthalten.

“Astronaut Douglas H. Wheelock”

Neuer Ausstellungsbereich “Astronaut Douglas H. Wheelock” in Europas größter Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” im Technik Museum Speyer

Im neuen Ausstellungsbereich “Astronaut Douglas H. Wheelock” im Technik Museum Speyer wird eine Auswahl an Exponaten seiner Space Shuttle Mission STS-120 sowie seiner ISS Langzeitmission Expedition 24/25 gezeigt. Durch unsere mehr als zehnjäh-rige Freundschaft war es ihm ein Bedürfnis, dass weitere Exponate von ihm in Europas größter Raumfahrtausstellung “Apollo and Beyond” gezeigt werden. Zu den bisher 15 ausgestellten Exponaten sind nun weitere 11 dazu gekommen, die gerade für die Aus-stellung vorbereitet und in einigen Wochen zu sehen sein werden.

Die letzten Kontakte von Gerhard Daum mit Doug Wheelock im Juni 2010 während der letzten Vorbereitungen zu seinem Start mit dem Sojus TMA-19 Raumschiff zur Inter-nationalen Raumstation. Zwei ganz besondere “Handshakes” am 13. Juni 2010 wäh-rend seiner Quarantäne im Kosmonaut Hotel in Baikonur sowie am Starttag, dem 15. Juni 2010, nach dem Ankleiden und der Überprüfung seines Sokol-Raumanzuges im russischen Kosmodrom Baikonur. Beim so genannten “Walkout” sein letzter Gruß, bevor er den Bus bestiegen hat, der ihn und seine Kollegen Fjodor Jurtschichin und Shannon Walker zur Startrampe 1 gebracht hat.

ISS Expedition 40/41 Briefing & Interview mit Alexander Gerst

ISS Expedition 40/41 Briefing im Johnson Space Center in Houston, Texas mit dem deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst

Die Expedition 40/41 Crew, die am 28. Mai 2014 vom Kosmodrom Baikonur zur Inter-nationalen Raumstation (ISS) starten soll, absolvierte im März 2014 ihr letztes Training im Johnson Space Center in Houston, Texas. Am 19. März 2014 fand das Briefing und Interviews mit den drei Kosmonauten und Astronauten statt, in dem sich die Crew den Fragen der Journalisten stellte. Sojus Kommandant Maxim Surajew von der russischen Raumfahrtagentur Roscosmos, Flugingenieur Reid Wiseman von der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA sowie der deutsche Alexander Gerst von der europäischen Raumfahrtagentur ESA sprachen mit Journalisten und Social Media über ihre bevor-stehende Langzeitmission.

Surajew erläuterte die geplanten russischen Außenbordeinsätze, die er mit seinem Kollegen Oleg Kotow durchführen soll. Reid Wiseman sprach über wissenschaftliche Experimente und seine geplanten zwei Außenbordeinsätze, die er während des etwas mehr als fünfmonatigen Aufenthaltes, durchführen wird. ALexander Gerst sprach über seine wissenschaftlichen Experimente im Columbus Forschungslabor und seinen be-vorstehenden Außenbordeinsatz, den er mit dem NASA Astronauten Reid Wiseman durchführen wird.

Maxim Surajew ist ein erfahrener russischer Kosmonaut, der bereits einmal im Welt-raum war. Bei seiner ersten Mission, vom 30. September 2009 bis 18. März 2010, war er der Flugingenieur der Expedition 21/22 an Bord der Internationalen Raumstation.

Reid Wiseman ist einer der beiden Neulinge, und die Expedition 40/41 wird seine erste Langzeitmission auf der ISS sein.

ALexander Gerst ist der zweite Neuling und der 11. Deutsche, der ins All fliegt. Er wur-de im Mai 2009 als einer von sechs neuen europäischen Astronauten der ESA ausge-wählt. Er ist nun der zweite dieser Gruppe, der eine Langzeitmission auf der ISS durch-führen wird. Expedition 40/41 wird nicht nur seine erste Langzeitmission auf der ISS sein, sondern er soll auch noch einen Außenbordeinsatz bei seiner ersten Mission durchführen.

Der Start der Expedition 40/41 ist für den 28. Mai 2014 an Bord einer Sojus Rakete mit dem Raumschiff Sojus TMA-13M vom Kosmodrom in Baikonur in Kasachstan geplant. Am 17. November 2014 soll die Crew in der Nähe von Arkalik in Kasachstan wieder zur Erde zurückkehren.

Mission Blue Dot – Interview am 19. März 2014 mit ESA-Astronaut Alexander Gerst im Johnson Space Center in Houston, zwei Monate vor Beginn seiner knapp sechsmonatigen Langzeitmission auf der ISS

Sie haben Ihr Training praktisch abgeschlossen, welche Meilensteine liegen noch in den nächsten zwei Monaten bis zum Start Ende Mai vor Ihnen?

Wir befinden uns nun etwa 70 Tage vor dem Start, und im Prinzip ist es ja so, dass man als Mannschaft zur ISS fliegt. Das bedeutet, dass man eigentlich schon ein halbes Jahr vor seinem Flug vollkommen ausgebildet sein muss. Weil man da die Ersatzmannschaft für die Mannschaft ist, die ein halbes Jahr vor einem fliegt. Das heißt, im November wa-ren wir schon alle in Baikonur, da mussten wir vorher schon alle Prüfungen bestehen, um wirklich im Notfall als Ersatzmannschaft mit der Sojus zur Raumstation fliegen zu können. Was danach kommt, ist eigentlich das Training für die wissenschaftlichen Ex-perimente. Da werden beispielsweise Basisdaten und Vergleichsdaten gesammelt, die dann nach dem Flug mit den Daten verglichen werden können, die wir im Orbit gesam-melt haben. Außerdem werden dann die wissenschaftlichen Experimente trainiert, die wir sonst nicht trainiert haben, da wir sie auf der Raumstation nicht gesehen hätten, wenn wir als Ersatzmannschaft geflogen wären. Die sechs Monate zwischen dem Start als Ersatzmannschaft und dem eigentlichen Start sind mit mehr Details gefüllt, die man dann auf der Raumstation zu erledigen hat. Also man trainiert ganz konkrete Arbeiten im Detail, die man dann da oben ausführen wird. Beispielsweise kurzfristige Wartungs-arbeiten, die immer anfallen können, werden wir dann noch trainieren. Der nächste gro-ße Schritt, den wir vor unserem Flug haben, ist, dass wir die einzelnen Prüfungen über einen Zeitraum von zwei Tagen noch einmal machen müssen. Also die Prüfungen, die wir schon einmal als Ersatzmannschaft durchgemacht haben, diese müssen wir jetzt noch einmal in Russland wiederholen. Das ist noch einmal ein großer Schritt, und dann geht es schon los nach Baikonur, wo wir uns für den Start vorbereiten. Es sind also nicht mehr viele Meilensteine übrig, die wir bis dahin haben.

In den letzten zwei Wochen bereiten Sie sich im Kosmodrom in Baikonur auf den Start vor. Was passiert in dieser letzten Phase?

In den zwei Wochen vor dem Start, da ist man dann in Quarantäne, und da ist bewusst das Tempo so gewählt, dass man sich so ein bisschen entspannen kann. Diese letzten beiden Wochen sind dazu da, um zu dekomprimieren und um einige Prozeduren und Überprüfungen, beispielsweise im Sojus Raumschiff und mit den Raumanzügen, vor dem Start noch einmal zu wiederholen und durchzuführen.

Welcher Teil des Trainings war für Sie die größte Herausforderung sowie die spannendste Erfahrung?

Das sind alle Aktivitäten, die wir in dem großen Schwimmbecken im Raumanzug durch-führen. Vom ersten Tag an hat es mich überrascht, wie es einen physisch und mental fordert. Ich dachte immer, dass mein früherer Job sehr anspruchsvoll war. Aber wenn man einen Raumanzug anzieht und sich damit für etwa sechs Stunden unter Wasser begibt, dann bist du am Ende physisch und mental nur noch erschöpft. Das sticht für mich aus dem Training heraus.

Sie sollen während Ihrer Mission einen Außenbordeinsatz durchführen? Welche Arbeiten sollen Sie dabei erledigen?

Bei dem Außenbordeinsatz (EVA)* werden Reid Wiseman und ich Neukonfigurationen des Kühlsystems vornehmen. Bei den letzten EVA`s vor einigen Monaten hatten wir ja einen Austausch eines Pumpenmoduls für das externe Kühlsystem der Raumstation gehabt. Dabei ist das defekte Pumpenmodul am Robotersystem geparkt worden. Das ist praktisch ein Endeffektor des Roboterarms, der dort installiert ist, um im Prinzip Ge-räte temporär dort abzustellen. Das ist aber ein Platz, der relativ wichtig ist für mögliche Notfallausstiege oder Notfalloperationen im Orbit, falls eine weitere Anlage oder Bauteil ausfallen sollte, und dann muss man das dort auch eventuell abstellen. Das heißt, wir wollen den Platz so schnell als möglich wieder freikriegen, und gerade deshalb werden wir bei diesem Außenbordeinsatz das Pumpenmodul von dort aus umsetzen. Ich wer-de es mit Hilfe des Roboterarms, ich werde quasi direkt vorne auf dem Roboterarm be-festigt sein, in den Händen halten, um es auf die ESP-2** Palette zu bringen und dort zu deponieren. Dann gibt es noch die Lab-Kamera, also die Kamera 13, die am ameri-kanischen Forschungslabor „Destiny“ montiert ist. Die Kamera hat ein Problem mit dem Licht, und wir tauschen die Lampe aus. Die Kamera hat eine Lampe, um die Station von außen anzustrahlen, wenn man mit dem Roboterarm arbeitet. Diese Lampe werde ich austauschen. Und dann haben wir noch eine relativ große Aufgabe, um die mobile Ba-sis des Roboterarms neu zu verkabeln. Die mobile Basis ist der Wagen, der auf der Gitterstruktur mit dem Roboterarm entlang fahren kann. Was er bisher allerdings nicht kann ist, den Roboteram mit Energie versorgen, wenn dieser Wagen zwischen den ei-gentlichen Arbeitsplätzen geparkt ist. Wir haben da acht verschiedene Arbeitsplätze, wo er parken und Strom bekommen kann. Wenn er dann nicht genau da geparkt ist, dann bekommt er keinen Strom für den Roboterarm. Dieses neue Kabel, das wir da einzie-hen, das ist ein relativ komplexes System mit sehr vielen Steckverbindungen, das er-laubt dem mobilen Basiswagen, den Roboterarm auch dann mit Strom zu versorgen, wenn er zwischen diesen Arbeitsplätzen geparkt ist. Dann gibt es noch eine Reihe so-genannter „get ahead tasks“, also zusätzliche Aufgaben, die noch, falls noch Zeit dazu ist, ausgeführt werden können. Beispielsweise die Verlegung eines Kabels für das rus-sische MLM-Modul***, das war eine Aufgabe aus einem früheren Außenbordeinsatz, die nicht erledigt werden konnte.

*(EVA – Extra Vehicular Activity)
**(ESP-2 – External Stowage Platform-2)
***(MLM – Multipurpose Laboratory Module)

Wie oft haben Sie den Außenbordeinsatz in dem großen Tauchbecken bei der NASA in Houston trainiert?

Insgesamt habe ich etwa 25 EVA-Trainingseinheiten während meiner gesamten Ausbil-dung durchgeführt. Die meisten davon gehörten zum Basistraining, um Techniken und Standard-Wartungsarbeiten kennen zu lernen und zu trainieren. Man lernt bei diesen Trainingseinheiten bei einem unverhofften Notfall die notwendigen Reparaturen an der Station durchzuführen. Für den geplanten Außenbordeinsatz, den ich zusammen mit Reid Wiseman durchführen soll, haben wir etwa fünf Trainingseinheiten absolviert.

Für wann ist dieser Außenbordeinsatz geplant?

Die EVA ist geplant für den 17. Juli, aber das Datum kann sich aber immer noch etwas nach hinten verschieben. Wann es genau sein wird, das hängt von sehr vielen Dingen ab. Es ist auch nicht sicher, ob die Raumanzüge bis dahin wieder klar sind. Man arbei-tet noch daran, um genau zu analysieren, wie es zu dem Problem bei einer der vorheri-gen EVA`s gekommen ist, als bei meinem Kollegen Luca Parmitano Wasser in seinen Helm gelangt ist, und die EVA daraufhin abgebrochen werden musste. Man muss noch weitere Untersuchungen anstellen, bis man die Freigabe erteilen kann, dass das Sys-tem wieder in Ordnung ist, und dass man sich sicher ist, mit den Raumanzügen wieder außerhalb der Station arbeiten zu können.

Wie gefährlich ist solch eine Raumflugmission? Haben Sie Angst?

Man muss ehrlich zu sich selbst sein. Die bemannte Raumfahrt ist nicht ungefährlich da wir an der Grenze der Technologie arbeiten. Beim Start sitzen wir auf etwa 300 Tonnen Treibstoff, das sind etwa 26 Millionen PS. Was die Angst betrifft da kann sich sicherlich kein Mensch ganz davon freisprechen. Jeder von uns hat Angst, wenn er weiß, dass das eigene Leben in Gefahr ist. Aber Angst entsteht nur dann, wenn man befürchten muss, die Kontrolle zu verlieren. Wir versuchen, das zu vermeiden, indem wir unser Raumschiff in- und auswendig kennen lernen und jedes Training, jede Notfallübung trägt dazu bei. Das viele Training versetzt einen in die Lage, die Angst zu verdrängen, um seine Arbeit machen zu können. Ich empfinde deshalb keine Angst aber großen Respekt.

Auf was freuen Sie sich am meisten für Ihre bevorstehende Mission zur ISS?

Ich denke, eines der Sachen, die mich mit Sicherheit faszinieren werden, ist der Blick auf unsere Erde. Ich freue mich auf diesen Blick aus der Aussichtskuppel auf diesen blauen Planeten, der von der Raumstation aus noch sehr groß aussieht. Aber dennoch ein kleiner blauer Planet ist, der durchs Weltall treibt, und auf den wir aufpassen müs-sen. Außerdem wird der mögliche Außenbordeinsatz, den ich durchführen werde, einer der Höhepunkte meiner Mission werden. Bei einem Außenbordeinsatz außerhalb der Raumstation zu arbeiten, ist eine der größten Herausforderungen, aber das wird auch ein unvergessliches Erlebnis sein.

Tag der Luft- und Raumfahrt 2013

Gut 30.000 Besucher am 22. September 2013 beim “Tag der Luft- und Raumfahrt” auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln.

Beim diesjährigen “Tag der Luft- und Raumfahrt” wurden Forschungsprojekte aus Luft- und Raumfahrt, Energie und Verkehr sowie Sicherheit präsentiert. Mehrere Astronauten wie die deutschen ESA-Astronauten Hans Schlegel und Alexander Gerst berichteten über ihre Ausbildung sowie die Arbeit und das Leben im Weltraum. Die Veranstaltung wurde vom DLR, der Europäischen Weltraumorganisation ESA gemeinsam mit dem Flughafen Köln/Bonn sowie der Luftwaffe durchgeführt.

Großer Andrang herrschte im „Envihab“, das zum ersten Mal seine Türen für die Öffentlichkeit öffnete. Das irdische Schwesterlabor der ISS, das im Juli 2013 seinen Betrieb aufnahm, ist in verschiedene Module unterteilt, in denen unter anderem eine Human-Zentrifuge, eine Druckkammer und ein Schlaflabor zu finden ist. Bei den Luft- und Raumfahrtmedizinern des DLR konnten die Besucher beispielsweise ihren eigenen Körper testen, etwa wie es sich liegt, wenn man über mehrere Wochen an einer sechs Grad Kopftieflage-Studie teilnimmt, oder ob man überhaupt fit genug für einen Flug in den Weltraum ist. Bei der Simulations- und Softwaretechnik unternahmen die Besucher eine virtuelle Weltraumreise und „flogen“ selbst via Joystick über den Mars in 3D.

Forschung für die Luftfahrt wurde im DLR-Institut für Antriebstechnik in einem Hochdruckbrennkammerprüfstand von den Ingenieuren erklärt, wie sie das Herz einer Turbine, die sogenannte Brennkammer, bis ins kleinste Detail auch mit alternativen Brennstoffen, zum Beispiel Wasserstoff, testen. In den Windkanälen der Über- und Hyperschalltechnologie erklärten die Aerodynamiker die Forschung an den Überschalljets von morgen und wie Raumfahrzeuge den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre überstehen.

DLR-Werkstoffforscher ließen für eine Stunde einen 16,1 Tonnen schweren LKW an einem Mobilkran in der Luft schweben und stellten damit nebenbei noch einen neuen Weltrekord auf. Der LKW wurde nur von zwei etwa kreditkartengroßen Stahlbolzen von sieben Zentimeter Durchmesser gehalten. Ein Spezialkleber hielt die Bolzen zusammen.

Erstmalig konnten Besucher das Kompetenzzentrum für Keramische Werkstoffe und thermische Speichertechnologien “CeraStorE” besichtigen. Wie viel Kraft in der Sonne steckt, konnten die Besucher des DLR-Instituts für Solarforschung selbst testen und 5- und 10-Cent-Münzen zum Schmelzen bringen.

Kinder wurden selbst zu Forschern und blickten bei Führungen des Kinderprogramms VIP-Kids hinter die DLR-Kulissen. Im Kinderzelt übte sich der Nachwuchs beispielsweise im Modellfliegerweitwurf oder bastelte unter den Augen von Astronauten Raketenmodelle. Sehr beliebt waren auch die zahlreichen Experimente des DLR_School_Lab.

Auf dem Gelände des Kölner Flughafens waren einige Maschinen der Forschungsflotte des DLR, ausgestellt darunter der größte DLR-Flugversuchsträger Airbus A320-ATRA (Advanced Technology and Research Aircraft). In den Parabelflieger A300 Zero-G konnten Besucher auch einen Blick werfen, mit dem die Forscher in steilen Flugmanövern Experimente in Schwerelosigkeit durchführen. Die Flugbereitschaft der Bundeswehr zeigte zwei Regierungsflugzeuge sowie die Transportmaschinen C-160 Transall und Airbus A310 MRTT MedEvac (Medical Evacuation) sowie ein Eurofighter und ein Tornado. UPS und FedEx präsentierten ihre Frachtflugzeuge Boeing 777F und Boeing 767-300. Der fliegerische Höhepunkt war die Visite des Airbus A400M, der mit zwei Überflügen das Publikum begeisterte.

Der parlamentarische Staatssekretär und Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, Peter Hintze, hat das Logo für die ISS-Mission des nächsten deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst enthüllt und zugleich den Missionsnamen “The Blue Dot” bekanntgegeben. Das Missions-Logo ist angelehnt an das einprägsame Bild, das einst die NASA-Raumsonde Voyager beim Verlassen des Sonnensystems von der Erde, unserem blauen Planeten, zurückschickte.

Erfreut zeigte sich der Vorstandsvorsitzende des DLR Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner: “Es ist immer wieder beeindruckend in die unzähligen begeisterten Gesichter zu blicken, die mit Neugier durch unsere offenen Türen strömen”. Und ergänzt: “Das bestätigt auf eindrucksvolle Weise, welchen hohen Stellenwert und Anerkennung die Forschung des DLR in Deutschland genießt. Der Tag der Luft- und Raumfahrt 2013 war ein voller Erfolg.”

ISS Expedition 36/37 Briefing

Expedition 36/37 Briefing im Johnson Space Center in Houston, Texas

Am 19. März 2013 fand das Briefing der Expedition 36/37, die am 18. Mai 2013 vom Kosmodrom Baikonur zur Internationalen Raumstation (ISS) starten soll, im Johnson Space Center in Houston, Texas statt. Kommandant Fjodor Jurtschichin von der russischen Raumfahrtagentur Roscosmos, Flugingenieurin Karen Nyberg von der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA sowie Luca Parmitano von der europäischen Raumfahrtagentur ESA sprachen mit Journalisten und Social Media über ihre bevorstehende Mission.

Jurtschichin erläuterte die russischen Außenbordeinsätze, die er mit seinem Kollegen Oleg Kotow durchführen soll. Karen Nyberg sprach über wissenschaftliche Experimente, die sie während ihres etwas mehr als fünfmonatigen Aufenthaltes durchführen wird. Luca Parmitano sprach über seine bevorstehenden zwei Außenbordeinsätze, die er mit dem NASA Astronauten Chris Cassidy durchführen wird.

Fjodor Jurtschichin ist einer der erfahrensten russischen Kosmonauten, der bereits drei Mal im Weltraum war. Bei seiner ersten Mission, im Oktober 2002, war er Missionsspezialist der Mission STS-112 an Bord der US-Raumfähre Atlantis. Danach folgten in den Jahren 2007 und 2010 zwei Langzeitmissionen an Bord der Internationalen Raumstation.

Karen Nyberg war bereits einmal im Weltraum. Als Missionspezialistin der Mission STS-124 flog sie im Juni 2008 zur Internationalen Raumstation. Die Raumfähre Discovery brachte das japanische Labormodul Kibo zur ISS. Expedition 36/37 wird ihre erste Langzeitmission auf der ISS sein.

Luca Parmitano ist der einzige Neuling in der Crew. Er wurde im Mai 2009 als einer von sechs neuen europäischen Astronauten der ESA ausgewählt. Er ist nun der erste dieser Gruppe, der für eine Mission ernannt wurde. Expedition 36/37 wird nicht nur seine erste Langzeitmission auf der ISS sein, sondern er wird auch noch zwei Außenbordeinsätze bei seiner ersten Mission durchführen.

Die Expedition 36/37 soll am 28. Mai 2013 an Bord einer Sojus Rakete mit dem Raumschiff Sojus TMA-09M vom Kosmodrom in Baikonur starten und am 10. November 2013 in der Nähe von Arkalyk in Kasachstan landen.