THE MOON: From Inner Worlds to Outer Space

Ausstellung im Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk, Dänemark vom 13. September 2018 bis 20. Januar 2019 mit einem Exponat von Space Consult

Update: 275.000 Besucher haben sich in vier Monaten die Ausstellung angesehen

Von der Malerei bis zur virtuellen Realität, vom Aberglauben bis zur Wissenschaft, von Mythen bis zu Missionen, von Fantasien bis zu Weltraumkolonien, begleiten Sie das Louisiana auf eine Reise zum Mond – ins All und in uns selbst. ARTnews hat THE MOON bereits als die faszinierendste Show der Saison bezeichnet.
Diese groß angelegte Ausstellung im Louisiana zeigt die Rolle, die Bedeutung und die faszinierende Kraft des Mondes. Die Ausstellung präsentiert mehr als 200 Werke und Objekte – und zeigt, wie sich die runde weiße Scheibe in unserer Kunst- und Kultur-geschichte widerspiegelt. Von Galileos Mondkarte bis zu Norman Fosters Plänen für 3D-gedruckte Mondbasen.
Die Ausstellung mischt Kunst, Film, Musik, Literatur, Architektur, Kulturgeschichte, Design und Naturwissenschaften zu einem lebendigen und vielfältigen Porträt unseres nächsten Nachbarn am Himmel. Wir begegnen dem Mond als fundamentales Symbol und als Ziel romantischer und künstlerischer Sehnsüchte, wissenschaftlicher Unter-suchungen, existentieller Fragen und des Drangs nach politischer Expansion.
Mit dieser Ausstellung erinnert das Louisiana an den bevorstehenden 50. Jahrestag der ersten Schritte des Menschen auf dem Mond und lenkt auch die Aufmerksamkeit auf ein starkes und erneutes Interesse am Mond, sowohl an der Kunst als auch als Sprungbrett für einen neuen Wettlauf mit all seinen strategischen und wirtschaftlichen Auswirkungen.

Zu bestaunen ist beispielsweise die originalgetreue Nachbildung des Raumanzuges von Neil Armstrong, Kommandant von Apollo 11 und erster Mensch, der den Mond betreten hat. Dieses Exponat aus Europas größter Ausstellung für bemannte Raumfahrt „Apollo and Beyond“ wurden von Space Consult zur Verfügung gestellt.

Universal Pictures: AUFBRUCH ZUM MOND (FIRST MAN)

Dieser Film erzählt das Leben von Neil Armstrong, dem ersten Menschen, der am 21. Juli 1969 den Mond betreten hat

Er gehört zu den größten Helden des 20. Jahrhunderts: Neil Armstrong, der erste Mensch auf dem Mond. AUFBRUCH ZUM MOND erzählt aus Armstrongs Leben und von den enormen Konflikten und Entbehrungen, mit denen der Pilot vor und während seiner legendären Mission konfrontiert war. Gleichzeitig schildert der Film auf ergrei-fende Weise die hochdramatischen Ereignisse des amerikanischen Raumfahrtpro-gramms zwischen 1961 und 1969. Diesem Ereignis und dem Apollo 11 Kommandanten Neil Armstrong, widmet Universal Pictures diesen Film.

Das Drehbuch zu AUFBRUCH ZUM MOND basiert auf der offiziellen Biografie von Historiker James R. Hansen. Dieses „herausragende, makellos recherchierte Glanzstück” (London Times) avancierte zu einem New-York-Times-Bestseller.

AUFBRUCH ZUM MOND führt erneut ein gefeiertes Kreativ-Duo zusammen: Regisseur Damien Chazelle and Kultdarsteller Ryan Gosling (Blade Runner 2049, Drive, Crazy, Stupid, Love). Mit dem sechsfach Oscar®-prämierten „La La Land“, für den Damien Chazelle als bester Regisseur ausgezeichnet und Gosling bereits zum zweiten Mal für seine darstellerische Leistung nominiert wurde, sorgten beide für eine der großen Kino-sensationen der letzten Jahre. An Goslings Seite ist Shootingstar Claire Foy als Armstrongs Ehefrau zu sehen, bekannt aus der Erfolgsserie „The Crown“. Für ihre darstellerische Leistung als Elizabeth II. wurde sie mit einem Golden Globe und einem Screen Actors Guild Award ausgezeichnet.

Auch hinter der Kamera konnten Chazelle und Gosling die Top-Talente Hollywoods für AUFBRUCH ZUM MOND vereinen – angefangen bei Drehbuchautor Josh Singer, der für sein Skript zu Spotlight einen Oscar® erhielt und aktuell für das Drehbuch „Die Ver-legerin“ verantwortlich zeichnet. Wyck Godfrey und Marty Bowen, die mit der Twilight-Saga eines der erfolgreichsten Film-Franchises der jüngeren Vergangenheit in die Kinos brachten, produzierten AUFBRUCH ZUM MOND – gemeinsam mit Damien Chazelle. Außerdem sind weitere hochkarätige frühere Mitstreiter des Regisseurs dabei, darunter Kameramann Linus Sandgren und Komponist Justin Hurwitz – beide Oscar®-preisgekrönt für „La La Land“ – sowie Cutter Tom Cross, der die begehrte Statuette für Chazelles „Whiplash“ in Empfang nehmen konnte.

Das „IMAX 3D Kino Sinsheim“, das Kino mit der größten IMAX-Leinwand Deutschlands, präsentiert vom 08. – 14. November AUFBRUCH ZUM MOND. Hier können Sie selbst Teil der Mondlandung werden.
Nicht nur, dass ein Film im IMAX immer bis zu 26% mehr vom Bild liefert, ging Chazelle noch einen Schritt weiter und drehte die atemberaubenden Szenen der Mondlandung ausschließlich mit IMAX-Kameras! So gibt es diese Bilder komplett auf einer fast 600m² großen Leinwand zu erleben!
Nehmen Sie Platz und erleben Sie ein ultimatives Filmerlebnis im schärfsten Kino der Welt. Die revolutionäre IMAX Laser 4k Projektionstechnik sorgt für lebensechte, kristall-klare Bilder und biete eine derart reale visuelle Erfahrung, dass Sie vergessen, einen Film zu sehen. In Kombination mit dem IMAX-Sound wird die Filmhandlung sogar kör-perlich spürbar. Die riesigen IMAX-Lautsprecher sind Richtlautsprecher, die den Ton gleichmäßig im ganzen Kinosaal verteilen. Dadurch besitzt jeder Sitzplatz eine optimale Hörposition – als säße man selbst mit in der Raumkapsel. Im „IMAX 3D Kino Sinsheim“ fliegen Sie mit der Crew ins All und betreten mit Neil Armstrong den Mond.

Der Film ist in 2D und wird nur EINE Woche im „IMAX 3D Kino Sinsheim“ gezeigt.
Spielzeiten 08. – 14. November: Täglich 17:30 Uhr & 20:15 Uhr; Fr/Sa zusätzlich: 23:15 Uhr. Vorstellung auf Englisch: Montag, 12. November um 20:15 Uhr.

HORN Technologietage 2017

vom 10. bis 12. Mai 2017 hat die Paul Horn GmbH zum sechsten Mal zu den “HORN Technologietagen” nach Tübingen-Derendingen eingeladen.

Seit 1969 entwickelt und produziert die Firma Paul Horn GmbH in Tübingen Einstech-, Längsdreh- und Nutfräswerkzeuge, die auf dem Markt eine Spitzenposition einnehmen. Die Anwendungsbereiche der Produkte sind vielfältig und reichen von der Automobil- und deren Zulieferindustrie über Maschinenbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Hydraulik / Pneumatik, der Schmuckindustrie bis hin zur Medizintechnik. In Deutschland ist die Horn GmbH in deren Themenbereichen bereits seit Jahren Markt- und Technologie-führer. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 1.400 Mitarbeiter.

Kunden aus Deutschland und der ganzen Welt erhielten während diesen drei Tagen wieder die Gelegenheit, in die HORN-Welt einzutauchen und sich über den neuesten Stand der Zerspanungstechnologie auszutauschen. Besichtigung der Produktions-stätten, auf denen HORN zusammen mit zahlreichen Ausstellungspartnern den neuesten Stand der Zerspanungstechnologie präsentierte.

Die Exponate, die von Space Consult bereitgestellt wurden, zeigten einen kleinen Ausschnitt aus Europas größter Raumfahrtausstellung „Apollo and Beyond“, die seit 2008 im Technik Museum Speyer zu sehen ist. Die originalgetreue Nachbildung des Raumanzuges von Neil Armstrong, Kommandant von Apollo 11 und erster Mensch, der am 21. Juli 1969 den Mond betreten hat. Ein weiteres Exponat war ein Modell der Internationalen Raumstation ISS im Maßstab 1:100.

Geflogene Exponate von Neil Armstrong für Raumfahrtaus-stellung “Apollo and Beyond”

Eric “Rick” Armstrong, ältester Sohn von Neil Armstrong, übergab am 47. Jahres-tag der Landung seines Vaters auf dem Mond, 3 Exponate der Apollo 11 Mission.

Prominenter Besuch zur Filmpremiere von “Zero Gravity – Mission in Space”. Eric “Rick” Armstrong, der älteste Sohn von Astronaut und Raumfahrtlegende Neil Arm-strong (1930-2012) und dem ersten Menschen auf dem Mond, wohnte der Dokumen-tation über Alexander Gersts ersten Weltraumaufenthalt bei. Rick Armstrong kam na-türlich nicht mit leeren Händen, sondern sprach Begrüßungsworte und beschrieb die Exponate seines Vaters, die er dem Technik Museum als Dauerleihgabe für die Aus-stellung “Apollo and Beyond” übergab.

Dabei handelte es sich um ein Stück des Propellers sowie einem Stoffteil der Bespan-nung des linken Flügels des “Wright Flyers” vom historischen Flug am 17. Dezember 1903. Der “Wright Flyer” war das erste von den Brüdern Wright hergestellte Doppel-decker-Motorflugzeug und auch das erste motorisierte Luftfahrzeug, das von einem Piloten gesteuert wurde. Dieses Stück des Propellers sowie das Stoffteil der Bespan-nung begleiteten Neil Armstrong vom 16. bis 24. Juli 1969 an Bord des Apollo 11 Raumschiffs “Columbia” während seiner Mission zum Mond.

Zwei große Träume stehen hinter den Armstrong-Gegenständen: die erste bemannte Mondlandung, die US-Präsident John F. Kennedy am 25. Mai 1961 als Ziel ausgegeben hatte, und der Traum vom Fliegen überhaupt, den sich die Gebrüder Wright am 17. Dezember 1903 mit dem Flug ersten Motorflugzeug erfüllten.

Rick Armstrong übergab die beiden geflogenen Exponate sowie ein originales Apollo 11 Missionsemblem, aus der Privatsammlung von Neil Armstrong, an Ausstellungsleiter Gerhard Daum. Die Exponate werden in Kürze im Ausstellungsbereich “Der Mond” für Besucher zu besichtigen sein. Rick Armstrong hofft, dass seine Dauerleihgaben Kinder und Jugendliche inspirieren, um sich für die Wissenschaft zu interessieren.

Informationen zu Europas größter Ausstellung für bemannte Raumfahrt „Apollo and Beyond“ und dem neuen Ausstellungsbereich „Deutsche Astronauten“ gibt es unter: http://speyer.technik-museum.de/de/raumfahrt.

Space Technology 2015

Technologie Symposium und Ausstellung für Wirtschaft und Industrie sowie Studenten und Schüler vom 29. April – 4. Mai 2015 während der Frühjahrsmesse in Graz, Österreich

Das Wissenschaftsressort des Landes Steiermark, der ACstyria, die Sparte Industrie der Wirtschaftskammer und die Europäische Weltraumagentur ESA luden gemeinsam zur Ausstellung “Faszination Raumfahrt” und zu einem Wissenstransfer über den Nutzen der Weltraumwissenschaften für Wirtschaft und Industrie ein. Die Veranstaltung wendete sich sowohl an bestehende und zukünftige Entwickler, wie auch Anwender von Raumfahrttechnologien, sowie an Wissenschaftler und an Meinungsbildner. Das ganze Programm bot hochkarätige Vorträge und spannende Podiumsdiskussionen. Die Ausstellung „Faszination Raumfahrt“ im Erdgeschoss der Messehalle 1 wurde von mehr als 40.000 Menschen an den fünf Messetagen besucht.

Die Sonderausstellung auf 1.500 m² Ausstellungsfläche auf der Grazer Frühjahrsmesse 2015 war dem spannenden Thema Raumfahrt gewidmet und präsentierte nicht nur die eindrucksvollen Missionen zu anderen Himmelskörpern, sondern auch den Nutzen der Weltraumtechnologien für die Menschen.
Am 30. April 2015 fand zum Auftakt ein ESA Technology Transfer Tag für Entwickler und Anwender von Weltraumtechnologien sowie ein Space Symposium statt. Am 4. Mai 2015 konnten Schulklassen die Ausstellung kostenlos besuchen und sich bei mehreren Führungen über das Thema Raumfahrt informieren. Außerdem hatten Abiturienten, Studierende sowie Interessenten für Berufsorientierung die Möglichkeit sich über ESA Ausbildungsprogramme und Karrieremöglichkeiten im Weltraum zu informieren.

Die Exponate, die von Space Consult bereitgestellt wurden, zeigten einen kleinen Ausschnitt aus Europas größter Raumfahrtausstellung „Apollo and Beyond“, die seit 2008 im Technik Museum Speyer zu sehen ist. Die originalgetreue Nachbildung des Raumanzuges von Neil Armstrong, Kommandant von Apollo 11 und erster Mensch, der am 21. Juli 1969 den Mond betreten hat. Ein weiteres Exponat war die originalgetreue Nachbildung des Raumanzuges von Eugene Cernan, Kommandant von Apollo 17 und der den Mond am 13. Dezember 1972 letzter Mensch verlassen hat. Außerdem die originalgetreue Nachbildung des Lunar Roving Vehicle (LRV), dass bei den erweiterten wissenschaftlichen Missionen von Apollo 15, 16 und 17, von Juli 1971 bis Dezember 1972, zum Einsatz kam.

Sommerferien-Kinderprogramm 2013 – Wissen ist cool

Raumfahrtausstellung vom 3. – 17. August 2013 in der Centralstation Darmstadt

„Wissen ist cool“ – unter diesem Motto hatte die Stadt Darmstadt in diesem Jahr alle Kinder und Jugendlichen eingeladen, sich in Ausstellungen, Workshops, bei Führungen oder Forscherwerkstätten mit Naturwissenschaft und Technik spielerisch zu beschäftigen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH veranstaltete mit vielen Partnern vom 3. bis zum 17. August 2013 einen spannenden Wissenschaftsspielplatz rund um die Themen „Luft- und Raumfahrt“ in der ganzen City.

Interessante und spannende Eindrücke vom Leben und Arbeiten im Weltall und den Missionen, die auch von Darmstadt aus gesteuert werden, konnten Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene in der Hauptausstellung in der Centralstation gewinnen. Zwei Wochen lang zeigte die Raumfahrtausstellung jede Menge Wissenswertes. An den Ausstellungstagen gab es täglich einstündige Führungen für Kinder und Jugendliche, die das Leben an Bord der Raumschiffe und der Internationalen Raumstation lebendig machten.

Die Ausstellung, bereitgestellt von Space Consult, zeigte einen kleinen Ausschnitt von Europas größter Raumfahrtausstellung „Apollo and Beyond“, die im Technik Museum Speyer zu sehen ist. Die Schwerpunkte der Ausstellung waren die Apollo-Mondlandungen, die Sojus Rakete und das Sojus Raumschiff sowie die Internationale Raumstation und das europäische Forschungslabor Columbus. Gezeigt wurden Exponate von den Anfängen der bemannten Raumfahrt vor mehr als 50 Jahren bis zur Internationalen Raumstation.

Zu sehen waren beispielsweise originalgetreue Repliken der Raumanzüge von Neil Armstrong, der am 21. Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat sowie von Gene Cernan, der im Dezember 1972, als letzter Mensch den Mond verlassen hat. Einen originalen Fliegeroverall von Apollo 16 Astronaut Charlie Duke sowie die original Fliegerjacke von Apollo 17 Kommandant Gene Cernan. Von der russischen Raumfahrt gab es zwei Modelle der Sojus Rakete und des Sojus Raumschiffs und ein original geflogener sowjetischer Sokol Raumanzug mit Kasbek Sitz des russischen Kosmonauten Anatoli Solowjow, den er bei seiner ersten Mission, Sojus TM-5 im Juni 1988 getragen hat. Im Bereich der ISS gab es einen geflogenen Fliegeroverall des amerikanischen Astronauten Doug Wheelock, ein Modell des Forschungslabors Columbus sowie Modelle des europäischen Transportraumschiffs ATV und der Ariane 5 Rakete zu sehen. Die Ausstellung zeigte außerdem noch eine große Auswahl an Raumfahrtnahrung aus den USA und Russland. Filme mit dem Mondastronauten Alan Bean, der Space Shuttle Mission STS-134 sowie über das Leben und Arbeiten der Expedition 24/25 auf der Internationalen Raumstation rundeten die Ausstellung ab.

Apollo 11 – Der Flug zum Meer der Ruhe

Am 21. Juli 1969 MEZ geschah das größte Ereignis des 20. Jahrhunderts

Vor 40 Jahren begann die wohl historischste Reise,
die Menschen je unternommen haben…

von Gerhard Daum

Als der amerikanische Präsident, John F. Kennedy, am 25. Mai 1961 verkündete, bis zum Ende des Jahrzehnts einen Menschen zum Mond und wieder sicher zur Erde zu bringen, hatten die Amerikaner gerade ihre erste bemannte Weltraummission mit einer Dauer von 15 Minuten absolviert. Auf dem Mond zu landen, war damals unvorstellbar. Man muss bedenken, dass es zu dieser Zeit nur Schwarzweiß-Fernseher und Telefone mit Wählscheiben gab, und dass das erste Passagier-Düsenflugzeug mit Zwischenlandungen über den Atlantik flog, um die USA zu erreichen.

Der Weltraum war mittlerweile Bestandteil des kalten Krieges und Wettstreit der konkurrierenden politischen Systeme der beiden Großmächte, der USA und der Sowjetunion, geworden. Die Sowjetunion hatte 1957 den ersten Satelliten „Sputnik“ und die Hündin „Laika“, sowie 1961 den ersten Kosmonauten, Juri Gagarin, in die Erdumlaufbahn geschossen und war in diesem Wettlauf den Amerikanern immer eine Nasenlänge voraus gewesen. Dennoch sollte in etwas mehr als 8 Jahren das Unmögliche wahr werden, am 20. Juli 1969 landete die Mondfähre „Adler“ mit den beiden Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin im „Meer der Ruhe“ auf dem Mond. In diesen 8 Jahren arbeiteten etwa 400.000 Menschen aus Regierung, Wissenschaft und Industrie daran, das von Kennedy vorgegebene Ziel zu erreichen.

Die Reise beginnt

Es waren mehr als eine Million Menschen, die sich am Morgen des 16. Juli 1969 um das Kennedy Space Center in Florida als Zuschauer aufhielten, um den Start von Apollo 11 live zu erleben. Die Astronauten befanden sich bereits eine Woche vor Ort und in Quarantäne. Man isolierte die Crew, um möglichen ansteckenden Krankheiten vorzubeugen. Sie kam nur noch mit Personen zusammen, mit denen ein Kontakt unbedingt notwendig war. Der Flugarzt lud sogar den damaligen Präsidenten, Richard Nixon, aus, der mit den Astronauten am Abend zuvor zu Abend essen wollte. Um 8:32 Ortszeit (14:32 MEZ) begann mit dem Start der 111 Meter hohen und 3.000 Tonnen schweren Saturn V Mondrakete die Mission zur ersten Mondlandung mit dem Kommandanten Neil Armstrong, dem Piloten der Kommandokapsel Michael Collins und dem Piloten der Mondfähre Buzz Aldrin. Nach 12 Minuten wurde die Parkbahn erreicht, und nach eineinhalb Umläufen, 180 Kilometer über dem Pazifik, wurde die dritte Stufe der Saturn V mit der Kommandokapsel und Mondfähre an der Spitze erneut gezündet, um die Erdanziehungskraft zu verlassen und in die Flugbahn zum Mond einzuschwenken. Das Raumschiff, bestehend aus Kommandokapsel und Mondfähre, wurde nun in den Zustand der „passiven Wärmekontrolle“ versetzt, der auch scherzhaft „Barbecue Mode“ genannt wurde.

Das bedeutete, dass sich das Raumschiff langsam, wie auf einem Grill, um die eigene Achse zu drehen begann, so dass nicht eine Seite ständig durch das Sonnenlicht aufgeheizt wurde, und die andere Seite im Schatten abkühlte. Das Apollo Raumschiff flog präzise auf der vorausberechneten Flugbahn. Am Freitag, dem 18. Juli 1969, beschäftigten sich Armstrong und Aldrin das erste Mal mit der Mondfähre. Sie erhöhten den Kabinendruck und öffneten die Luke, die den Tunnel zwischen Kommandokapsel und Mondfähre verschloss. Eineinhalb Stunden lang hielten sich beide in der Mondfähre auf und überprüften Einrichtungen und Instrumente. Nachdem das Apollo 11 Raumschiff am 19. Juli 1969 den Mond erreichte, wurde das Haupttriebwerk der Kommandokapsel für knapp 10 Minuten gezündet, um in eine elliptische Bahn über der Mondoberfläche einzuschwenken. Am gleichen Abend sahen die Astronauten erstmals den vorgesehen Landeplatz, das „Meer der Ruhe“. Nach einer Schlafpause schwebten Armstrong und Aldrin am 20. Juli 1969 in die Mondfähre, um sich für den Abstieg zur Mondoberfläche vorzubereiten. Das Abkoppeln der Mondfähre von der Kommandokapsel erfolgte über der erdabgewandten Seite des Mondes.

Neil Armstrong und Buzz Aldrin standen in der Oberstufe der Mondfähre „Adler“, Seite an Seite in ihren Raumanzügen mit Gurten am Boden befestigt, als sie die Instrumente für den Abstieg studierten. Das Landetriebwerk wurde nun erneut für den gebremsten Sinkflug gezündet, und es sollte etwa für 12 Minuten laufen, um den Rest des Weges zur Mondoberfläche zurück zu legen. Der größte Teil des Abstiegs wurde nun vom Bordcomputer gesteuert, und kurz vor der Landung sollte Neil Armstrong die Mondfähre auf einen geeigneten Landeplatz lenken und aufsetzen. Durch eine geringe unbeabsichtigte Bahnänderung beim Abkoppeln von der Kommandokapsel steuerte der Bordcomputer nun die Mondfähre in ein Gebiet, etwa 4,5 Kilometer von der geplanten Landestelle entfernt. Die Mondfähre flog zuerst schräg vorwärts und wurde dann vom Bordcomputer nach vorne ausgerichtet, bis sie für das letzte Stück bis zur Mondoberfläche aufrecht stand.

Sieben Minuten nach dem Beginn des gebremsten Sinkfluges schwenkte der Bordcomputer die Mondfähre für den Endanflug nach vorne. In einer Höhe von etwa 900 Metern betrug die Landegeschwindigkeit knapp 80 km/h. Charlie Duke meldete „Ihr seid klar für die Landung!“. Plötzlich gab es Computeralarm, und die Gefahr eines Abbruchs wurde groß, doch Astronaut Charlie Duke, der als Verbindungssprecher im Kontrollzentrum saß, meldete sich sofort mit den Worten „Wir sind klar!“.

Durch diese Fehlermeldung wurden die Astronauten so sehr in ihrer Konzentration beansprucht, dass Neil Armstrong nicht in dem Maße, wie im Flugplan vorgesehen, auf die charakteristischen Merkmale auf der Mondoberfläche achten konnte. Während des Endanfluges, in etwa 300 Metern Höhe, führte der Autopilot die Mondfähre direkt auf einen 33 Meter breiten und 4 Meter tiefen Krater zu, der übersät war mit Felsbrocken. Armstrong schaltete in 150 Metern Höhe auf Handsteuerung um und zog die Mondfähre über den Kraterrand hinweg. In etwa 30 Metern Höhe leuchtete plötzlich ein Warnlicht auf, das anzeigte, dass nur noch für 90 Sekunden Treibstoff vorhanden war. Armstrong drosselte nun das Triebwerk, bis die Mondfähre nur noch so schnell war wie ein Fahrstuhl. „Sechzig Sekunden“ sagte Charlie Duke`s Stimme aus dem Kontrollzentrum, das bedeutete Treibstoffvorrat für eine weitere Minute. Das Triebwerk begann Staub aufzuwirbeln, als Neil Armstrong die Mondfähre senkrecht wie einen Hubschrauber 60 Meter westlich vom Krater auf eine flache Ebene steuerte.

Plötzlich kam wieder Duke`s Stimme „Dreißig Sekunden“, und kurz darauf leuchtete das blaue Kontaktlicht auf. Buzz Aldrin meldete um 21:17:39 MEZ den Kontakt der drei 75 Zentimeter langen Metallfühler an den Landefüßen der Mondfähre mit der Mondoberfläche. Unmittelbar danach setzte die Mondfähre mit allen vier Landefüßen mit einer Geschwindigkeit von 0,52 Metern in der Sekunde im „Meer der Ruhe“ auf. Etwa drei bis vier Sekunden nach dem Kontaktsignal schaltete Neil Armstrong das Haupttriebwerk ab. Armstrong und Aldrin beglückwünschten sich mit einem kurzen Händedruck. Durch die zusätzlichen Manöver verblieb ein Resttreibstoff für nur 15 Sekunden Flugzeit. Durch den Mehrverbrauch an Treibstoff verblieb den Astronauten weniger als zehn Sekunden Zeit für einen eventuell notwendigen sofortigen Rückstart zur Kommandokapsel. Für diese Maßnahme war im Flugplan ein Zeitfenster von einer Minute eingeplant worden. Um 21:17:58 MEZ meldete sich Neil Armstrong mit den Worten an das Kontrollzentrum „Houston, hier ist die Basis Meer der Ruhe. Der Adler ist gelandet“ und in Houston antwortete Charlie Duke „Empfangen, Stützpunkt Meer der Ruhe. Wir hören euch klar und deutlich. Hier sitzen ein paar Jungs, die schon ganz blau angelaufen sind. Jetzt können wir wieder durchatmen. Wir danken euch!“. Michael Collins, der alles per Funk mitverfolgte „Auch in der Kommandokapsel sitzt ein sehr erleichterter Mann!“.

Der erste Mensch betritt den Mond

In den Stunden nach der Landung wurden die meisten Systeme der Mondfähre bis zum Rückstart am nächsten Tag von Armstrong und Aldrin abgeschaltet, und beide begannen, nachdem sie etwas gegessen hatten, mit den Vorbereitungen für den Ausstieg. In den USA war es zu diesem Zeitpunkt noch der 20. Juli 1969 in den frühen Abendstunden, also die beste Sendezeit für das gerade richtig populär gewordene Fernsehen. Als die Freigabe für den Ausstieg aus Houston erteilt wurde, öffnete Aldrin das Ventil, und der Sauerstoff entwich aus der Oberstufe der Mondfähre in den Weltraum. Dann öffnete er die Luke, und Neil Armstrong begann am 21. Juli 1969 um 3:51 Uhr MEZ sich rückwärts auf die Plattform und die Leiter der Mondfähre zu bewegen.

Etwa 600 Millionen Fernsehzuschauer in der ganzen Welt saßen vor ihren Fernsehgeräten, während die ersten verschwommenen schwarz-weißen Fernsehbilder zu sehen waren, als Neil Armstrong die Leiter hinab kletterte. Er wirkte wie ein Gespenst, als er sich Stufe um Stufe der Mondoberfläche näherte. „Ich bin am Fuß der Leiter“ sagte Armstrong. „Die Teller der Landebeine sind nur drei bis fünf Zentimeter in den Mondboden gesunken. Die Oberfläche erscheint sehr feinkörnig, fast wie Pulver“. Kurz darauf „Ich steige jetzt herunter“. Mit dem linken Fuß setzte der damals 39-jährige Neil Armstrong am 21. Juli 1969 um 3:56:20 MEZ als erster Mensch mit den berühmten Worten „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit“ seinen Fuß auf die Mondoberfläche. Buzz Aldrin kletterte 18 Minuten später rückwärts aus der Oberstufe der Mondfähre auf die Plattform und weiter auf die erste Sprosse der Leiter. Als Aldrin die letzte Sprosse erreicht hatte, hielt er sich mit beiden Händen an der Leiter fest und sprang auf den Teller des Landefußes. Neil Armstrong fotografierte die einzelnen Etappen des Ausstiegs von Aldrin. Zwanzig Minuten nach Neil Armstrong betrat Buzz Aldrin als zweiter Mensch die Mondoberfläche. Nach einigen Minuten der Eingewöhnung machten die Bewegungen unter nur einem Sechstel der Erdanziehungskraft weniger Schwierigkeiten als erwartet. In ihren klobigen Raumanzügen konnten Armstrong und Aldrin die eigenen Füße nicht sehen und es zeigte sich, dass Hüpfen wie ein Känguru die schnellste und sicherste Fortbewegungsart war.

Nachdem die beiden Astronauten ihre ersten Schritte in den Mondstaub gesetzt hatten, wurden die ersten Mondproben gesammelt und verstaut, um sicherzustellen, dass man auf jeden Fall Gesteinsproben vom Mond hatte, falls der Aufenthalt unerwartet hätte abgebrochen werden müssen. Neil Armstrong enthüllte dann eine Gedenktafel an der Leiter der Mondfähre mit der Inschrift „Hier setzten Menschen vom Planeten Erde zum ersten Mal den Fuß auf den Mond. Juli, A.D. 1969. Wir kamen in Frieden für die ganze Menschheit“. Unterschrieben war die Gedenktafel von den drei Mondfahrern und dem damaligen Präsidenten Richard Nixon. Danach platzierte Armstrong die Fernsehkamera etwa zwanzig Meter von der Mondfähre entfernt, um alle weiteren Aktivitäten der Astronauten aufzuzeichnen. Als nächstes wurde die US-Flagge auf der Mondoberfläche aufgestellt. Da auf dem Mond keine Atmosphäre herrscht, musste sie durch zwei Aluminiumstangen in Spannung gehalten werden. Nach diesen Aktivitäten forderte das Kontrollzentrum Armstrong und Aldrin auf, sich vor die Kamera zu stellen. Der amerikanische Präsident telefonierte aus dem Weißen Haus mit den Astronauten und sagte „Das ist sicher der historischste aller Anrufe“ und beglückwünschte sie zu ihrer erfolgreichen Landung. Armstrong erwiderte „Danke, Mr. Präsident. Es ist eine große Ehre und ein großes Vorrecht hier zu sein.“

Einige wissenschaftliche Experimente wurden aufgebaut, beispielsweise eine Aluminiumfolie zur Messung des Sonnenwindes, die später wieder eingepackt wurde, um die eingefangenen Teilchen auf der Erde zu analysieren. Ein Seismometer sollte Daten zur Bestimmung von Erschütterungen im Untergrund liefern, die beispielsweise durch Meteoriten- und Asteroideneinschläge irgendwo auf dem Mond erzeugt wurden. Aber das Gerät überstand die erste Mondnacht mit Temperaturen von bis zu -170 Grad nicht. Durch den Aufbau eines Laserreflektors konnten Wissenschaftler präzise Abstandsmessungen zwischen Erde und Mond durchführen. Insgesamt 21,6 kg Mondgestein und Bodenproben wurden eingesammelt. Der Mondspaziergang dauerte zwei Stunden und 31 Minuten, bei dem sie sich in einem Radius von etwa 40 Metern um die Mondfähre bewegten.

Nachdem beide wieder in der Mondfähre zurück waren, legten sie sich vor dem Rückstart zur Kommandokapsel Columbia, der elfeinhalb Stunden nach dem Mondspaziergang erfolgen sollte, schlafen. Das Triebwerk zündete um 18:54 MEZ, und die Oberstufe hob mit einem sanften und gleichmäßigen Schub ab. Durch den Triebwerksstrahl kippte die US-Flagge um, da sie zu nah an der Mondfähre stand. Der Aufenthalt der beiden Astronauten auf dem Mond hatte 21 Stunden und 36 Minuten gedauert. Der Aufstieg verlief wie geplant, und die Oberstufe schwenkte in eine Mondumlaufbahn ein und koppelte wieder problemlos an die Kommandokapsel an. Die Freude des Wiedersehens war sehr groß, als Armstrong und Aldrin mit den mitgebrachten „Millionen-Dollar-Behältern“ sechs Stunden nach dem Start von der Mondoberfläche in die Kommandokapsel zu Michael Collins umgestiegen waren.

Die Rückkehr zur Erde

Am 22. Juli 1969 machten sich die drei Astronauten in der Kommandokapsel Columbia auf den Rückweg zur Erde. Die Landestufe der Mondfähre steht heute noch auf dem Mond, und die Oberstufe verblieb am 22. Juli 1969 im Mondorbit, um nach relativ kurzer Zeit durch die Anziehungskraft des Mondes an einer nicht bekannten Stelle auf der Mondoberfläche zu zerschellen.

Am 24. Juli 1969 um 17:50:35 MEZ wasserte die Kommandokapsel Columbia nach 8 Tagen, 3 Stunden, 18 Minuten und 35 Sekunden Flugzeit im Pazifik südlich der Hawaii-Inseln, etwa 3,1 Kilometer vom Flugzeugträger USS Hornet entfernt. Nach der erfolgreichen Landung war die Mission aber noch nicht vorbei. Wegen der Befürchtung vor unbekannten Mikroorganismen vom Mond mussten die Astronauten vor dem Verlassen der Kommandokapsel Isolationsanzüge anziehen. Sie mussten sich dann an Bord des Flugzeugträgers in eine 20-tägige Quarantäne begeben, bis diese Bedenken ausgeräumt waren. Während dieser Zeit schauten sich die Astronauten immer wieder Fernsehaufnahmen von der Mondlandung an. Erstmals erlebten sie das Ereignis aus der Sicht des Zuschauers. Aldrin sagte dabei zu Armstrong „Neil, ich glaube, wir haben da etwas verpasst.“

Die Bodenproben und Mondsteine wurden in das extra eingerichtete Lunar Receiving Laboratory zum Johnson Space Center nach Houston gebracht. Da der Mond weder Atmosphäre noch Sauerstoff besitzt, musste jeder Kontakt mit den Umweltbedingungen auf der Erde und jede direkte menschliche Berührung vermieden werden. Die Untersuchungen und Analysen mussten sozusagen unter Mondbedingungen durchgeführt werden, da sie sonst sofort chemisch verändert worden wären. Dafür wurden spezielle, extrem keimfreie Laborräume eingerichtet, in denen die Mondproben bis heute in hermetisch abgeschlossenen und durchsichtigen Plexiglas-Containern im Vakuum untersucht werden.

Die Apollo 11 Mission war der größte Erfolg der amerikanischen Raumfahrt. Das hauptsächlich politisch motivierte Ziel, Menschen zum Mond und auch wieder sicher zurück zu bringen, setzte ein unglaubliches Potenzial an Einfallsreichtum, Pioniergeist, Mut und Willen frei. Das Rennen der beiden Weltmächte war zu Gunsten der USA entschieden. Die Sowjetunion stellte ihre Anstrengungen, einen erfolgreichen bemannten Flug zum Mond durchzuführen, ein.

DLR Buchprojekt “DER MOND”

Fachberatung und Organisation mit Buzz Aldrin

Vorbereitung, Planung und Betreuung der zweitägigen Arbeiten mit Astronaut Buzz Aldrin, Pilot von Gemini 12 und Pilot der Mondfähre von Apollo 11, am 15. und 16. April 2008 im Johnson Space Center in Houston, Texas.

Herausgeber: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, DLR – Erschienen im Februar 2009.